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Gröden: Der Personalausweis

Tourismusverband Gröden am 10.11.2003 - 13:51 Uhr
Name:
Gherdëina (ladinisch), Val Gardena (italienisch), Gröden.

Geburtsdatum:
Die ersten historischen Hinweise Grödens gehen auf das Jahr 999 n. Chr. Zurück, als der Graf Otto von Andechs ein Gebiet mit dem 'forestum ad gredine'- dem heutigen Gröden – dem Bischof Gotschalk von Freising übergibt.

Wohnsitz:
Zwischen Bozen und Brixen auf der Höhe von Waidbruck erstreckt sich das Tal mit einer Länge von 25 km im westlichen Teil der Dolomiten Südtirols. Man erreicht Gröden über die Brenner-Autobahn - Ausfahrt Klausen. Von hier auf der ss242d weiter Richtung Gröden.
Internationale Zugverbindungen gibt es bis nach und von Bozen, Brixen und Klausen.
Die Busverbindung nach Gröden ist ganzjährig gegeben.
Der neue Flughafen in Bozen (35-40 km von Gröden entfernt) verbindet die Hauptstadt Südtirols mit internationalen Flughäfen wie Rom, Frankfurt und Düsseldorf.

Sprache:
Das Ladinische ist eine alte rätoromanische Sprache, die auf die römische Besetzungszeit in den Alpenregionen zurückgeht. Die Sprache zeigt eine enge Verwandtschaft mit jenen, die in den spanischen Provinzen Kastilien, Katalonien, der französischen Provence und dem Schweizer Graubünden gesprochen werden.
Im Jahre 15 v. Chr. eroberte der römische Feldherr Drusus die alpinen Regionen, die dem heutigen Gröden, Abtei, Fassatal, Livinallongo und Ampezzo angehören. Aus der Fusion der alten keltischen Kultur der Räter mit jener der Römer entwickelte sich die ladinische Sprache, die sich mit großer Wahrscheinlichkeit bereits im 1. Jahrhundert großteils verbreitete.
Neben dem Ladinischen spricht man in Gröden auch Deutsch und Italienisch.

Höhe:
Von Waidbruck (471 m) geht es hinauf bis zur Sellagruppe (3151 m) mit den Dolomitenpässen Sella (2240 m) und Grödner Joch (2137 m), welche die Verbindungen zu den nahe gelegenen Tälern darstellen. Zu den bedeutendsten Bergen und Anhöhen gehören der Langkofel (3181 m), der Plattkofel (2956 m), die Fermeda (2873 m), die Geisler Gruppe (3025 m), die Seiser Alm (200 m) und die Seceda Alm (2518 m).

Beruf:
Die verbreitetsten Aktivitäten Grödens sind jene, die mit dem Tourismus verbunden sind, vom Gastgewerbe bis zur Skischule. Einer der wichtigsten wirtschaftlichen Erwerbszweige ist die Holzschnitzerei, die weit über vier Jahrhunderte zurückreicht. Es waren die schneereichen und strengen Winter dieser Bergregion, welche die Einwohner Grödens in die Häuser zwangen und somit die Holzbearbeitung vom einfachen Zeitvertreib zu einer wahren Kunst werden ließ und sie weit über die Landesteile hinaus berühmt machte.

Familienstand:
Verehelicht mit Sport, Erholung und Spaß. Ein Urlaub in Gröden regeneriert den Körper und den Geist vom alltäglichen Stress. Im Sommer wie auch im Winter kann man sich dem gesunden Leben in der freien und unberührten Natur hingeben, sportlichen Tätigkeiten nachgehen oder sich einfach entspannen und genießen. Die Tourismusvereine organisieren diesbezüglich eine Vielzahl von Veranstaltungen.

Kinder:
St. Ulrich (Urtijëi) (1236 m) ist der Hauptort Grödens und zeichnet sich durch seinen attraktiven Dorfkern, die vielzähligen Cafés und die beiden Dorfplätzen aus. Hier ist auch das Zentrum alten Grödner Kulturguts wiederzufinden: das Museum, der Kulturkreis, das Haus der ladinischen Kultur, die Bibliothek und die Union di Ladins.
Aber auch modernste Liftanlagen sind vorzufinden, so wie die Verbindungen zur Seiser Alm und zur Seceda.

St. Christina (1428 m) liegt in der Talmitte, am Rande des 'Troi Paian', dem alten Verbindungsweg nach Süden. Hier starten die wichtigen Aufstiegsanlagen zum Monte Pana, Col Raiser und Seceda sowie zur Ciampinoi. Die einzigartigen Naturparks Puez-Geisler und Schlern bilden eine einmalige Bergkulisse. St. Christina bietet auch andere Sehenswürdigkeiten wie die alte Dorfkirche, die bis in das 12. Jahrhundert zurückgeht.
Von St. Christina können im Sommer einzigartige Wanderungen und im Winter tolle Skiabfahrten unternommen werden.

Wolkenstein (Selva Gardena) (1563 m) ist von den beindruckenden Bergmassiven der Sella-, Langkofel-, Cir- und Geislergruppe umringt. Mit Recht kann Wolkenstein als die Perle des Wintersports bezeichnet werden. Hier findet man weltberühmte Abfahrten wie die Saslong und die Dantercëpies.
Weiters bietet das sehenswürdige Langental sowohl im Winter als auch im Sommer einen atemberaubenden Blick auf die Grödner Dolomitenwelt.

Pufels und St. Jakob, oberhalb von St. Ulrich, sind zwei kleinere Ortschaften, die sich vor allem für all jene bestens eignen, die eine ruhige Atmosphäre suchen.

Besondere Kennzeichen:
Die Geschichte, die Kunst und die Kultur zusammen mit der Naturwelt und den einzigartigen Landschaftsbildern. Gröden bietet nämlich eine außergewöhnliche Mischung all dieser Besonderheiten. Man kann neben den atemberaubenden Landschaften und der intakten Natur die wunderschönen Bauten dieser Bergkultur, wie Kirchen (St. Jakob, St. Antonius, St. Christina, Hl. Maria ad Nives), Kapellen (Hl. Silvester im Langental, Hl. Anna) und Schlösser (Fischburg, Ruine Wolkenstein), bewundern.
Vielleicht wissen einige nicht, dass Gröden die Geburtsstätte bedeutender Persönlichkeiten ist. Der Musiker Giorgio Moroder hat drei Oscars für seine Filmkompositionen 'Midnight Express', 'Top Gun' und 'Flashdance' erhalten. Zudem hat er die Hymne Grödens komponiert.
Der Filmschauspieler, Regisseur und Architekt Luis Trenker hat mit seinen Filmen die einzigartige Schönheit seiner Dolomiten-Heimat weltberühmt gemacht.

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