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Amerikanische Medaillenträume

Ski2b Redaktion am 29.03.2001 - 16:16 Uhr
Wenn der Teamchef des US Skiteams in die Zukunft blickt, erscheinen vor seinem inneren Auge zehn Medaillen. So viele, ist Bill Marolt überzeugt, werden die amerikanischen Skifahrer und Snowboarder bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City nach Hause holen.

Messleiste höher gesetzt:
Bei den Spielen in Nagano 1998 erzielte das US-Team mit sechs Medaillen sein bislang bestes Ergebnis. Jetzt will der Chef der US Skimannschaft den Aufwärtstrend fortsetzen und hat die Messleiste für die Athleten noch höher gesetzt: „Drei in Alpin, drei im Freestyle, drei im Snowboard und eine in der Kombination“, so lautet seine Wunschliste.

„Ziel ist realistisch“:
Erfolg ist planbar, glaubt Marlot: „Wir haben uns an einen Tisch gesetzt und uns auf ein realistisches Ziel geeinigt.“ Es sei wichtig, dieses Ziel schriftlich zu fixieren und öffentlich zu verbreiten. Nur dann werde man alles daran setzen, seine Ziele auch zu erreichen, so die Philosophie des ehemaligen aktiven Skifahrers.

Starke Saison
Die alpine US-Abordnung hat mit einer starken Saison 2000/2001 bereits gezeigt, dass sie gewillt ist, den Wunsch ihres Teamchefs wahr werden zu lassen. Die Amerikaner stehen in dem Ruf, ihren Kampfgeist vor allem bei großen Wettkämpfen voll auszuspielen. Dies zeigte zuletzt Daron Rahlves, der in dieser Weltcup-Saison überraschend den WM-Titel Super-G gewann. Im Hinblick auf Salt Lake City 2002 sicher ein gutes Omen. Auch mit Bill Johnson hatte 1984 keiner gerechnet, als er Gold in der Abfahrt in Sarajevo gewann. Der heute 40-jährige liegt nach einem Trainingssturz in der letzten Woche noch im Koma.

Die ehemalige Olympiasiegerin Picabo Street (1998 in Nagano) hat sich nach langer Verletzungspause zurückgemeldet. Nachdem sie bereits im diesjährigen Weltcup wieder auf sich aufmerksam gemacht hatte, erreichte sie zuletzt in der NorAm-Abfahrt von Snow Basin (Utah/USA) den dritten Platz. Jetzt ist sie entschlossen, Olympia 2002 wieder für ihr Land zu fahren.

Amerikas Medaillenhoffnungen ruhen auch auf Kirsten Clark, die in der Abfahrts-Disziplin ihren Durchbruch feiern konnte.
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