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Wohlfühl-Hightech

Gore Tex

Aktiv bei jedem Wetter

Ziener am 01.11.2006 - 15:28 Uhr

Ob in beißender Kälter, im dichten Schneefall oder bei eisigem Wind: Mit moderner Funktionskleidung fühlen wir uns heute bei jedem Wetter draußen wohl. Erheblichen Anteil daran haben Hightech-Fasern und -gewebe, die mit dem traditionellen Wollpullover nicht mehr viel gemeinsam haben.

Vier Bereiche sind für heutige Wintersportbekleidung entscheidend: Wasserdichtigkeit, Wärmeleistung, Komfort und Protektion.
In jedem dieser Bereiche stehen mittlerweile moderne Technologien zur Verfügung, um dem Sportler möglichst optimale Bedingungen zu bieten. Hersteller wie das deutsche Traditionsunternehmen Ziener investieren große Summen in Forschung und Entwicklung neuer Materialien.

Wasserdichtigkeit
Wenn beim Skifahren die Kälte in Hände und Füße kriecht, hat das oft nur am Rande mit den Außentemperaturen zu tun. Ein mindestens ebenso wichtiger Faktor ist Feuchtigkeit, die von außen eindringt oder als Schweiß von innen nicht abgeführt werden kann und sich zwischen Haut und Kleidung breitmacht.
Eine erste wirksame Lösung für dieses Problem war die Entwicklung von Membranen aus Stoffen wie Polytetrafluorethylen (besser bekannt unter dem Markennamen Gore-Tex), die von außen wasserundurchlässig sind und gleichzeitig Feuchtigkeit von innen nach außen leiten können.

An diesem Grundprinzip hat sich in den Jahren seit der Erfindung von Gore-Tex nichts geändert - aber die Effektivität des Materials konnte mit der Zeit deutlich gesteigert werden. Die aktuelle Entwicklungsstufe heisst "Gore-Tex XCR": Diese Membran ist extrem atmungsaktiv und bleibt in einem breiter angelegten Temperaturbereich voll funktionstüchtig. Millionen von Mikroporen im Gewebe sorgen dafür, dass Schweiß besonders schnell nach außen transportiert wird und es zu keinen Temperaturschwankungen auf der Haut kommt. Mittlerweile hat die Industrie eine Reihe von Membranen entwickelt, die ähnliche Grundeigenschaften wie Gore-Tex besitzen. Ziener beispielsweise arbeitet auch mit dem "AquaShield"-Material, das Wasserdichtigkeit mit angenehmen Klimaeigenschaften kombiniert.

Bei der Entwicklung von vollständig wasserdichten Materialien spielt mittlerweile Nanotechnologie eine wichtige Rolle. So bilden in Textilien mit "Nano-Tex" Beschichtung mikroskopisch kleine Nanopartikel eine so extrem feine Struktur, dass Feuchtigkeit (und auch Schmutz) erst gar nicht in den Stoff eindringen kann, sondern einfach abperlt.

Gut zu verarbeitende Laminate wie "Aquashield" helfen auch dabei, lange Zeit problematische Textilzonen gezielt zu verbessern: Mit ihnen lassen sich Nähte so tapen, dass sie von außen kommender Nässe keine Angriffsfläche mehr bieten.


Wärmeleistung
Auch bei der Erzeugung von angenehmen Temperaturen haben sich Hightech-Materialien als wirkungsvoll erwiesen: Mit "Soft Shell" steht ein Materialkonstruktion zur Verfügung, die nicht nur leicht, elastisch und strapzierfähig ist, sondern auch in Sachen Winddichte und Atmungsaktivität punkten kann. Soft Shell hat sich daher im Wintersportbereich schnell durchgesetzt.

"Primaloft" nutzt die isolierende Wirkung von Luft, indem es diese in Millionen mikroskopisch kleinen Kammern einschließt. So isoliert Primaloft auch mit wenig Volumen extrem gut und sorgt - beispielsweise in Handschuhen - für gut fühlbaren Kontakt zum Sportgerät.

Komfort
Noch vor gar nicht allzu langer Zeit musste man sich bei der Wahl der Wintersportbekleidung häufig zwischen Funktionalität und modischem Chic entscheiden. Die Zeiten sind mittlerweile vorbei - moderne Wintersportmode vereint beide Aspekte mühelos.

Strechmaterialien garantieren eine optimale Passform bei Jacken und Hosen, elastische Einsätze aus "Stretchflex" sorgen für perfekten Sitz bei Handschuhen.
Belüftungsmöglichkeiten werden in die wichtigen "Wohlfühlzonen" der Textilien integriert, mit denen der Träger die Temperatur und das Klima aktiv regulieren und einen unangenehmen Hitzestau vermeiden kann.

Neben der richtigen "Betriebstemperatur" sorgen die Komforteigenschaften aber auch für einen reibungslosen Tagesablauf auf Pisten und Loipen: Spezielle Taschen nehmen Skipässe auf, die berührungslos gelesen werden können. Auch das Mobiltelefon lässt sich stets griffbereit und doch sicher verstauen, und die ersten Hersteller experimentieren bereits mit Fernsteuerungen für MP3-Player, die direkt in die Kleidung integriert sind.


Protektion
Der Schutz vor Verletzungen rückt zunehmend in das Interesse der Freizeitsportler. Doch während beispielsweise die Zahl der Helmträger auf den Pisten stetig zunimmt, schrecken die meisten Skifahrer vor Profi-Equipment wie Rückenprotektoren zurück.
Eine gute Alternative kann auch hier mittlerweile die Sportbekleidung bieten: Flexible und gleichzeitig hochfeste Schutzmaterialien lassen sich zunehmend besser in den Sportdress integrieren. Am weitesten fortgeschritten ist dieser Ansatz im Handschuhbereich, wo die zu schützenden Flächen vergleichsweise klein sind. Hier bieten ergonomisch geformte Schienen für Ober- und Unterhand Schutz vor Handgelenksverletzungen, während gepolsterte Innenhandflächen die Gefahr von Mittelhandbrüchen und Stauchungen mindern.






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