Sarka Zahrobska hat bei der alpinen Ski-WM in Are am Abend des 16. Februar die Goldmedaille im Slalom gewonnen. Die Tschechin benötigte 1:43.91 Minuten für die beiden Durchgänge und konnte danach unter dem Flutlicht der WM-Piste ihren ersten internationalen Erfolg feiern. Knapp geschlagen auf Rang zwei landete die Slalom-Dominatorin dieser Weltcup-Saison, Marlies Schild, Bronze ging an Anja Pärson aus Schweden. Beste Deutsche war Monika Bergmann-Schmuderer auf Rang sechs.
Knappe Führung für Zahrobska
Die letzte Einzelentscheidung der Damen war eine hochklassige und spannende Angelegenheit. Wie bereits der Riesenslalom der Damen wurde er unter Flutlicht ausgetragen. Bereits beim ersten Durchgang setzte dabei Sarka Zahrobska ein Zeichen und fuhr die schnellste Laufzeit ein. Jedoch waren Anja Pärson und Marlies Schild nur wenige Hundertstel hinter ihr und versprachen somit einen spannenden Kampf um die Goldmedaille – und den sollte es geben.
Hosp und Borssen patzen in Durchgang eins
Einige Mitfavoritinnen mussten jedoch bereits nach dem ersten Durchgang ihre Hoffnungen begraben. Nach einigen größeren Schnitzern auf dem stark drehenden Kurs fielen Riesensalom-Weltmeisterin Nicole Hosp, die finnische Olympia-Zweite Tanja Poutiainen sowie die Schwedinnen Therese Borssen und Maria Pietilae-Holmner bereits aus dem Medaillenrennen heraus. Im zweiten Lauf, der viel flüssiger gesteckt war, konnten die Fahrerinnen aber wieder attackieren.
Finale auf hohem Niveau
So entwickelte sich vor den vielen Fans an der Strecke ein spannendes Finale, bei dem immer wieder die Bestzeit knapp verbessert werden konnte. Am Ende lagen die 17 schnellsten Fahrerinnen innerhalb von 77 Hundertstelsekunden – eine Demonstration der Leistungsdichte. Da niemand abfiel, änderte sich am Klassement aber nur wenig. Auch die Laufbeste Ana Jelusic aus Kroatien kletterte trotz ihrer guten Leistung nur um einen Platz von fünf auf vier – und verpasste somit die Medaillenränge.
Schild überholt Pärson
Marlies Schild unterbot im Anschluss Jelusics Zeit. Ihre Fahrt war gewohnt sicher, aber die letzte Explosivität, die sie bei ihren Weltcup-Siegen ausgezeichnet hatte, fehlte Schild. Nach ihr versuchte sich die dreifache Weltmeisterin Anja Pärson an Schilds Bestmarke, doch im Ziel fehlten ihr trotz der Anfeuerung Tausender Fans fünf Hundertstel zur Führung. Dennoch hatte sie damit bereits ihre vierte WM-Medaille sicher.
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Erstes Gold für Tschechien
Sarka Zahrobska hatte im Riesenslalom eine ähnlich gute Ausgangsbasis im Finale vergeben – im Slalom passierte ihr das nicht. Nach anfänglichen Problemen war sie im mittleren Flachstück nahezu perfekt und meisterte auch den Übergang in den steilen Zielhang mühelos. Dort carvte sie sicher durch die letzten Tore und riss dort befreit die Arme in den Nachthimmel. Ihr Titel ist der erste große Sieg Zahrobskas überhaupt – und die erste tschechische Goldmedaille bei einer alpinen WM. Vor zwei Jahren in Bormio hatte sie bereits Bronze gewonnen.
Nur Bergmann-Schmuderer kommt durch
Für den DSV gingen nach der Verletzung von Kathrin Hölzl nur drei Damen im Slalom an den Start. Davon konnte nur Monika Bergmann-Schmuderer überzeugen. Sie platzierte sich nach mutiger Fahrt im ersten Durchgang auf Rang sechs in der Nähe der Medaillenränge. Auch im zweite Durchgang bot die Deutsche eine gute Leistung uns übernahm nach ihrem Lauf die Spitze – jedoch konnte sie im Nachhinein keinen Platz mehr gutmachen. Annemarie Gerg und Susanne Riesch schieden beide bereits im ersten Durchgang aus. Somit bleibt des Deutsche Skiverband auch zwei Rennen vor Schluss der WM noch ohne Medaille.
Abschluss am Sonntag im Nations Team Event
Trotz der Silbermedaille von Schild bleibt auch für das ÖSV-Damenteam nach den Damenrennen ein fader Beigeschmack – nachdem Schild, Hosp, Zettel und Götschl die Weltcup-Rennen fast nach Belieben dominierten, bleiben nun einmal Gold, einmal Silber und dreimal Bronze. Den letzten Wettbewerb haben die Damen beim Nations Team Event am Sonntag, den 18. Februar.