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Nicole Hosp erlöst Österreich

Ski2b-Redaktion am 13.02.2007 - 20:52 Uhr
Beim Riesenslalom der Damen in Are hat erstmals nicht Anja Pärson ganz oben auf dem Podest gestanden. Mit einer Gesamtzeit von 2:31,72 Minuten setzte sich Nicole Hosp durch und erlöste damit die Skination Österreich, die bisher keine Goldmedaille gewinnen konnten. Auf Rang zwei fuhr etwas überraschend die Schwedin Maria Pietilae-Holmner. Dritte wurde Denise Karbon aus Italien.

Mancuso nach dem ersten Durchgang vorne
Nach dem ersten Durchgang lag die amtierende Olympiasiegerin vorne. Als Dritte ging Julia Mancuso auf die Piste und zeigte die engste Linie und die nötige Aggressivität. Mit 1:13,55 Minuten fuhr die Amerikanerin Bestzeit. Dahinter platzierte sich sensationell Sarka Zahrobska. Die Tschechin, die sonst nur im Slalom vorne zu finden war, verpasste Mancusos Zeit nur um 13 Hundertstel. Zeitgleich mit ihr lag Genevieve Simard nach Durchgang eins auf Rang zwei. Alle drei patzten aber im Finale und fielen aus den Medaillenrängen.

Hosp von Platz vier zum Titel
Vierte des ersten Laufs waren Nicole Hosp und Anna Ottosson. Ottosson fuhr im ersten Streckenabschnitt schön auf Zug, nahm dann aber wie viele zu viel Schwung im Mittelteil heraus. So konnte die Schwedin nicht in den Medaillenkampf eingreifen. Besser machte es Niki Hosp. Die Österreicherin stand locker auf dem Ski und spielte mit dem Gelände. Mit der schnellsten Zeit im zweiten Durchgang pulverisierte sie die Bestzeit und setzte such deutlich an die Spitze. Da die ersten Drei Nerven zeigten, konnte sich die 23-Jährige über ihren ersten WM-Titel freuen.

Pärson scheidet aus
Die Schweden hatten auf eine weitere Goldmedaille ihrer Anja gehofft. Nach einem fehlerhaften ersten Durchgang riskierte die dreifache Weltmeisterin dieser WM alles und schied nach einem Innenskifehler aus. In die Bresche sprang stattdessen Maria Pietiale-Holmner. Mit ihrem etwas überraschenden zweiten Platz ließ sie das Gastgeberland erneut über eine Medaille jubeln. Nach dem ersten Durchgang hatte sie als Sechste allerdings auch gute Chancen, die sie mit einem engagierten Lauf nutzte.

Karbon: Von Rang zwölf zu Bronze
Sensationell war auch die Leistung von Denise Karbon. Die Italienerin lag nach dem ersten Durchgang nur auf dem zwölften Rang. Mit einer beherzten Fahrt setzte sich die 26-Jährige an die Spitze, an der sie auch erst einmal bleiben sollte. Bereits 2003 in St. Moritz stand Karbon auf dem WM-Podest. Dort gewann sie sogar Silber.

Hölzl knapp an einer Medaille vorbei
Die deutsche Hoffnungen ruhten vor dem Rennen auf Kathrin Hölzl. Nicht zu unrecht, wie das Rennen zeigte. Nach dem ersten Druchgang lag Hölzl auf dem zehnten Rang. Mit 88 Hundertsteln Rückstand auf die Spitze lag die DSV-Athletin noch in Schlagdistanz. Zwar konnte sie sich nur auf dem dritten Rang einreihen, aber von dort fiel sie nur noch auf den sechsten Rang zurück. Ein oder zwei Fehler im zweiten Durchgang weniger hätten vielleicht für eine Medaille gereicht.


Rebensburg mit sensationellem Debüt
Ein sensationelles WM-Debüt lieferte Viktoria Rebensburg ab, die erst während der WM nachnominiert wurde. Mit erst 17 Jahren behielt sie die Nerven und konnte sich im ersten Durchgang auf einem hervorragenden 21. Rang platzieren. Mit der drittschnellsten Laufzeit verbesserte sie sich auf den achten Platz. Maria Riesch durfte als Erste in den zweiten Durchgang starten, nachdem sie nach dem ersten Lauf auf Rang 30 lag. Im Finale kam die Partenkirchenerin besser zurecht und konnte sich so noch bis auf den 23. Rang vorscheiben. Carolin Fernsebner schied im zweiten Durchgang aus. Vorher rangierte sie auf Platz 46.
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