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Benjamin Raich erlöst die Massen in Flachau

Ski2b Redaktion am 03.01.2004 - 13:38 Uhr
Auf der H. Maier Weltcupstrecke von Flachau (AUT) bestritten die Herren mit dem 5. Riesenslalom der laufenden Saison das erste Weltcuprennen des Jahres 2004. Alle, die auf einen Heim-Sieg des Hermann Maier gesetzt hatten, wurden eines besseren belehrt. Denn nicht der 'Herminator' dominierte auf der eher flachen Strecke, sondern der Blitz aus Pitz - seines Zeichens Benjamin Raich.

Raich mit Laufbestzeit zum Sieg:
Zwei Jahre nach seinem letzten Weltcupsieg trug sich Benjamin Raich erneut in die Siegerliste eines Weltcuprennens ein. Raich fuhr in der Gesamtzeit von 02:22.54 Min. zum verdienten Sieg, zeigte im Finale ein perfektes Rennen und überholte damit den Italiener Massimilliano Blardone (02:23.24 Min.), der den 1. Durchgang dominiert hatte, aber im 2. Durchgang einen fehlerhaften Lauf ablieferte. Der dritte Platz ging in der Zeit von 02:23.36 Min. an den Norweger Bjarne Solbakken.

Kjus bleibt am Tor hängen - Miller scheidet aus:
Doch zuvor hatte es bereits dramatische Szenen im Kampf um den Tagessieg gegeben. Lasse Kjus blieb auf dem Weg zur Bestzeit mit dem Skistock an einem Tor hängen, überdrehte und verlor so wertvolle Zeit. Am Ende belegte er hinter dem stark fahrenden Christoph Gruber (AUT) den fünften Platz.
Noch ärger erwischte es Bode Miller. Der US-Amerikaner riskierte in bewährter Manier alles, verspielte aber nach Innenskilage einen möglichen Sieg und schied aus. Er hatte vor dem Finale auf dem dritten Rang gelegen.

Verkorkster Lauf des Hermann Maier:
Die Hermann-Maier-Show dauerte nur einen Durchgang. Hermann Maier fand auf der nach ihm benannten Piste nicht zu seiner gewohnten Leistungsstärke. Im Mittelteil der Strecke unterlief ihm zudem ein gravierender Fehler (Innenskilage), den er zwar akrobatisch korrigieren konnte, der aber zusätzlich sehr viel Zeit gekostet hat. Maier verpasste demnach als 50. klar den 'Cut' der besten 30 Fahrer.

Stimmen:
Hermann Maier zu seiner Leistung: "Im Riesenslalom fehlt mir noch das letzte Vertrauen in meine Leistung. Ich habe gespürt, dass ich nie richtig beschleunigen kann."

Maier-Mania auf der H. Maier Weltcupstrecke:
Schon zum 1. Durchgang um 09.30 Uhr pilgerten gut 20.000 Menschen an die im Dezember 2003 nach dem Flachauer Hermann Maier benannte Piste. Sie alle wollten den Super-Star bei seinem Heimrennen sehen. Die Partystimmung wurde indes durch das frühe Ausscheiden des Doppel-Olympiasiegers ein wenig getrübt. Erst der Raich-Sieg sorgte wieder für ausgelassene Feierlaune in Flachau.

Andreas Ertl klar am Finale vorbei:
Aus deutscher Sicht begann das Skijahr 2004 mit einer kleinen Enttäuschung, denn Andreas Ertl, einziger Starter in der DSV-Problemdisziplin, fuhr mit zuviel Respekt vor der wenig anspruchsvollen Strecke und verpasste als 41. klar das Finale der besten 30.
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