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Rainer Schönfelder

Rainer Schönfelder

Kalle Palander

Maier & Giger

Wirbel um Disqualifikation von Rainer Schönfelder

Ski2b Redaktion am 25.11.2003 - 14:38 Uhr

Protest und Gegenprotest - so lautet die Formel, nach der beim ersten Slalom der Weltcupsaison in Sachen Rainer Schönfelder am Hang von Park City verhandelt wurde.

Behinderung oder nicht - Protest zunächst akzeptiert:
Im ersten Durchgang hatte der 26-jährige Slalomfahrer des ÖSV zunächst einen tollen Start ins Rennen, schied dann aber aus, nachdem er kurz zuvor einem Streckenposten, der beinahe in der Piste lag, ausweichen musste, mindestens aber durch ihn irritiert wurde. Es folgte ein Protest des ÖSV, dem dann auch stattgegeben wurde. Daraufhin bestritt Schönfelder abermals seinen ersten Lauf und lag vor dem Finale zeitgleich mit dem Finnen Kalle Palander, der später auch das Rennen gewann, an der Spitze.

Der zweite Durchgang und die Folgen:
Zwar konnte Schönfelder den Finnen im Finale nicht schlagen, dennoch wähnte er sich im Ziel auf dem zweiten Platz und um 80 Weltcuppunkte 'reicher'. Doch die Jury sprach nun auf der Basis einer neuen Beweislage des ersten Durchgangs eine nachträgliche Disqualifikation aus.

Finnen hatten sich beschwert:
Der ursprüngliche Protest war von der finnischen Teamleitung erfolgt und - wie bereits erwähnt - zunächst abgewiesen worden.

Fassungsloser Schönfelder:
Fassungslos zeigte sich nach dieser Entscheidung der Betroffene:" Das stellt den ganzen Sport in Frage. Ich kann mit reinem Gewissen behaupten, dass ich behindert worden bin", bewertete Schönfelder den Hergang der Dinge.

ÖSV nun mit nochmaligem Protest:
Der ÖSV will dieses Vorgehen indes nicht so auf sich beruhen lassen und hat nun seinerseits bei der FIS einen Gegenprotest lanciert. Bleibt abzuwarten, wie in der Sache entschieden wird.

Neues Video aufgetaucht - Hoffnung für ÖSV:
Indes gibt man sich beim ÖSV nun zuversichtlich, dass der Protest Erfolg haben wird. Es gibt angeblich ein Video, auf dem zu sehen ist, dass Schönfelder beim Slalom eine klare Behinderung durch einen gestürzten Torrichter erfuhr. Der ÖSV-Cheftrainer der Herren, Toni Giger, dazu: "Ich bin zu 99,9 Prozent sicher, dass Schönfelder wieder in die Wertung kommt. Wenn das nicht passiert, kann man die internationale Wettkampfordnung verbrennen."

Baldige Entscheidung erwartet:
Es kann mit einer raschen Entscheidung von Seiten der FIS gerechnet werden. Die Beschwerdekommission der FIS sollte innerhalb von drei bis vier Tagen ihren Beschluss verkünden.


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