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Unwiderstehlich - Paerson macht weiter, wo sie aufgehört hat

Ski2b Redaktion am 28.11.2003 - 22:12 Uhr
Nach einem spannenden Finallauf gewann Anja Paerson in der Zeit von 02:27.14 Minuten den Riesenslalom von Park City (USA).

Knappe eineinhalb Sekunden Vorsprung:
Die Schwedin setzte sich souverän vor der Österreicherin Nicole Hosp (02:28.56 Minuten), der Italienerin Denise Karbon (02:28.65 Minuten) und Anna Ottosson (SWE, 02:28.77 Minuten) durch.
Martina Ertl, einzige Finalteilnehmerin des DSV, wurde Achte (02:29.05 Minuten).

Favoritin siegt:
Mit Anja Paerson führte eine der Favoritinnen bereits nach dem ersten Durchgang - sie lag knappe drei Zehntel Sekunden vor Denise Karbon (ITA, 01:13.11 Minuten) und der Österreicherin Nicole Hosp (01.11.12 Minuten).

Rienda-Contreras macht 17 Plätze gut:
Hervorzuheben ist der außergewöhnlich gute zweite Lauf der Spanierin Maria Jose Rienda-Contreras - als 24. des ersten Durchganges fuhr sie noch auf Position sieben nach vorne. Mit dieser Leistung bestätigt Rienda-Contreras ihren dritten Platz von Sölden. Allen Respekt!

Riesenslalom in der letzten Saison:
Anja Paerson hatte in der letzten Saison die Riesenslalom-Kristallkugel (514 Punkte) denkbar knapp vor der Italienerin Karen Putzer gewonnen (513 Punkte).
Geamtweltcupsiegerin Janica Kostelic (1570 Punkte) war in dieser Disziplin letztlich Dritte geworden (343 Punkte). Sicher hätte sie in Park City gerne ein Wörtchen um den Sieg oder eine gute Platzierung mitgeredet, doch die Kroatin fehlt zu Beginn dieser Saison nach einer verletzungsreichen Zeit aufgrund von Schilddrüsenproblemen.

Ertl ging locker in das Rennen:
Vor dem Rennen hatte die Lenggrieserin geäußert: "Ich will Spaß haben und werde sicher voll angreifen. Was dabei rauskommen wird, weiß ich selber nicht. [...] Ich gehe völlig ohne Druck an die Rennen, sondern versuche einfach, jeden Lauf locker und schnell zu fahren. Ich habe nichts zu verlieren", so die Fünftplatzierte des letztjährigen Gesamtweltcups.
In ihrem 13. Weltcup-Winter hat Ertl einen beachtlichen Saisonstart hingelegt, der auf weitere gute Resultate hoffen lässt. Nach ihrem Sieg in Sölden schaffte sie im zweiten Rennen der Saison erneut ein TopTen-Ergebnis.

Das DSV-Team:
Außer Martina Ertl, die nach dem ersten Durchgang einen hervorragenden vierten Platz belegt hatte (01:13.67 Minuten), schaffte keine weitere Athletin des Deutschen Skiverbandes den Sprung in das Finale: Maria Riesch schied aus, Annemarie Gerg, Kathrin Hölzl und Susanne Beer fuhren deutlich an der Qualifikation zum entscheidenden Durchgang vorbei. Gerg (01:15.99 Minuten) platzierte sich im ersten Lauf auf Position 41, Hölzl (01:16.26 Minuten) zwei Plätze dahinter, Beer (01:18.20 Minuten) wurde 61.

Verletzung überstanden:
Für Annemarie Gerg (Lenggries) zählt neben der ärgerlichen Tatsache, deutlich am Finale vorbei gefahren zu sein auch, dass sie nach ihrer Patellasehnenverletzung wieder ein Rennen gefahren ist. Dazu Damen-Trainer Berthold:
"Annemarie ist fit. Sie muss nun ihre Form wieder finden."

Auch Götschl verpasst Finale:
Der Österreicherin (01:15.75 Minuten) fehlte schließlich eine knappe halbe Sekunde zum Finaleinzug - allerdings dürfte ihre Teilnahme am Riesenslalom nur der 'Aufgalopp' für die anstehenden Speedrennen gewesen sein. Erst dort wird Götschl zeigen, welchen Leistungsstand sie derzeit wirklich hat.
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