
Renate Götschl

Sylviane Berthod

Isolde Kostner

Brigitte Obermoser

Hilde Gerg

Maria Riesch

Isabelle Huber

Petra Haltmayr

Anja Pärson

Sestriere

Sestriere
Renate Götschl hält den Kampf um den Gesamt-Weltcup offen
Ski2b Redaktion am 10.03.2004 - 14:10 Uhr
Renate Götschl ist die große Gewinnerin des Renntags. Die Speedqueen aus der Steiermnark gewann auf der 'Kandahar Banchetta G. Nasi' Strecke in der Zeit von 01:45.01 Min. die Abfahrt bei den Finals von Sestriere vor der Schweizerin Sylviane Berthod, die 01:45.36 Min. für die 2965 Meter lange Damenabfahrt benötigte. Rang drei ging an die Italienerin Isolde Kostner (01:45.43 Min.).
Götschl holt sich Abfahrts-Kristallkugel:
Mit dem Sieg in der Abfahrt sicherte sich Renate Götschl auch den Gewinn der 'kleinen Kristallkugel' in der Abfahrts-Wertung. Sie kann dort am Ende der Saison 680 Punkte vorweisen. Hilde Gerg (546 Punkte) und Carole Montillet (492 Punkte) folgen auf den weiteren Plätzen. Hilde Gerg - einzige rechnerisch verbliebene Aspirantin auf die 'Abfahrtskugel' - konnte ihre geplante Aufholjagd nicht in die Tat umsetzen und musste sich am Ende in Sestriere mit dem neunten Platz zufrieden geben.
DSV-Team mit Problemen im Finale:
Das Abfahrts-Finale verlief für die fünf DSV-Damen nicht nach Wunsch. Neben dem neunten Platz von Hilde Gerg konnte allein Maria Riesch mit Platz zwölf weitere Weltcuppunkte sammeln. In den Finals erhalten nur die ersten 15 Fahrerinnen Weltcupzähler. Martina Ertl erreichte nur den 19. Rang, Petra Haltmayr kam nach einer wenig gelungenen Fahrt gar nur auf den 23. Platz. Isabelle Huber gab das Rennen nach einem Beinahesturz vorzeitig verletzungsbedingt auf.
Die Lage im Gesamt-Weltcup:
Renate Götschl hat mit diesem Sieg in der Abfahrt den Kampf um die 'große Kristallkugel' noch einmal erheblich spannender gemacht. Anja Pärson (Schweden) führt nunmehr nur noch mit 73 Punkten Vorsprung vor der Österreicherin. Pärson hat 1381 Punkte, Götschl bringt es vor dem Super-G-Rennen am Donnerstag jetzt auf 1308 Punkte in der Gesamtwertung. Die Schwedin hatte auf die Teilnahme an der Abfahrt verzichtet, im Super-G treffen die Konkurrentinnen aber aufeinander.
Stimmen:
Renate Götschl: "Zuversichtlich war ich schon vor dem Rennen, aber man kann auch alles innerhalb eines Rennens verlieren. Ich freue mich jetzt riesig. Mein Ziel war eine kleine Kristallkugel. Wenn es für den Gesamt-Weltcup reichen sollte – schön, wenn nicht, dann bin ich auch nicht traurig."
Hilde Gerg: "Gegen Renate in diesem Duell zu verlieren ist keine Schande. Renate hat schon mehr Abfahrten gewonnen als ich überhaupt Rennen in meiner Karriere. Ich hätte lieber eine niedrigere Nummer gehabt, da die Piste mit zunehmender Startnummer langsamer wurde. Da habe ich im Training leider zu wenig gebremst. Mit der Saison bin ich aber dennoch sehr zufrieden. Mit einer normalen Vorbereitung und ohne Verletzungen sollte es eigentlich noch zwei Jahre gehen. Die WM nehme ich auf alle Fälle mit, Olympia 2006 wäre bei guter Gesundheit ein durchaus schönes Ziel."
Martina Ertl: "Man muss akzeptieren, dass die Renate in dieser Saison die beste Abfahrerin ist. Ich selbst hab die Abfahrt heute besonders mit Blick auf den Super-G morgen mitgenommen."
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