
Rainer Schönfelder

Pierrick Bourgeat

Benjamin Raich

Manfred Pranger

Jean-Pierre Vidal

Heinz Schilchegger

Markus Eberle

Andreas Ertl

Stefan Kogler

Bode Miller
Rainer Schönfelder bringt Österreich den ersten Saison-Sieg in Übersee
Ski2b Redaktion am 24.11.2002 - 22:00 Uhr
Auch für die Slalom-Spezialisten ist die lange Vorbereitungszeit auf den WM-Winter 2002/2003 nun vorbei. Im Stangenwald von Park City behielt der Österreicher Rainer Schönfelder in der Gesamtzeit von 01:46,56 Min. die Oberhand. Schönfelder, der bereits nach dem ersten Durchgang geführt hatte, zeigte eiserne Nerven und sicherte sich damit die 100 Weltcup-Punkte vor dem stark fahrenden Franzosen Pierrick Bourgeat (01:46,66 Min.) und dem Pitztaler Benjamin Raich (01:46,89 Min.) Das ausgezeichnete Team-Ergebnis der Österreicher rundete Manfred Pranger auf Rang vier ab. Fünfter wurde in diesem packenden Finale der Norweger Truls Ove Karlsen.
Alle Favoriten am Start:
Alle Protagonisten des letzten Slalom-Winters waren in Park City am Start. Zur Erinnerung: Den Slalom-Weltcup im letztem Jahr konnte Ivica Kostelic (Kroatien) für sich entscheiden, vor Bode Miller (USA) und Olympiasieger Jean-Pierre Vidal (Frankreich). Auf Platz zwei fuhr bei Olympia in Salt Lake City Sebastien Amiez (ebenfalls Frankreich) und Platz drei bekam Benjamin Raich (Österreich) nach dem Dopingausschluss des Schotten Alain Baxter zugesprochen.
DSV-Trio nicht im Finale dabei:
Auch im neuen Weltcup-Winter gibt es bei den DSV-Herren das zunächst gewohnte Bild - im Finale sind die Deutschen nicht dabei. So auch beim Slalom-Auftakt im US-Bundesstaat Utah. Der Routinier Markus Eberle scheiterte zwar als 31. nur denkbar knapp am 'Cut' der besten 30 Fahrer, der zur Teilnahme am zweiten Durchgang berechtigt. Aber auch wenn ihm nur ganze drei Hundertstel zum Erreichen des Finales fehlten - zufrieden wird der Mann aus dem Kleinwalsertal mit der gezeigten Leistung nicht sein können. Andreas Ertl (Platz 37) und der junge Stefan Kogler, der das Ziel nicht erreichte, konnten auch nicht in die Bresche springen. Kein guter Saison-Beginn für die deutschen Techniker.
Misslungenes Miller-Mini-Comeback:
Für den US-Skistar Bode Miller war der Auftakt in der Heimat eher ein Reinfall. Zunächst musste er sich einer Knie-Arthroskopie unterziehen, riskierte dann knapp eine Woche nach dem Eingriff einen Start beim Riesenslalom, verlor dort den Ski und musste auch beim Slalom nach einem dicken Patzer bereits im ersten Durchgang die Segel streichen. Der US-Boy fuhr nur für das Publikum den Lauf bis ins Ziel durch und wurde 60.
124 Tore zum Sieg:
Mit insgesamt 59 Toren hatte der erste Lauf wesentlich weniger Richtungsvorgaben zu bieten als der zweite Lauf mit 65 Toren, den der österreichische Trainer Gert Ehn gesetzt hat.
Slalomstrecke verlegt - Wolken statt Sonne:
Die schlechten Strecken-Bedingungen beim gestrigen Damen-Slalom - hervorgerufen durch die hohen Temperaturen - hat die Organisatoren zum Handeln veranlasst. So wurde der Slalom kurzerhand auf die Riesenslalom-Strecke verlegt.
Zudem gab es beim Slalom auch nicht den strahlenden Sonnenschein wie an den Tagen zuvor, der Himmel zeigte sich im Verlauf des Rennens zunehmend bewölkt. Im Finale drohte den Athleten gar Regen.
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