
Lasse Kjus

Fredrik Nyberg

Stefan Stankalla
Gruber und die Nordmänner dominieren den Super-G
Ski2b Redaktion am 03.12.2000 - 22:31 Uhr
Was für ein kurioses Rennen zum Abschluss der Weltcup-Läufe in Nordamerika!
Auf einer der anspruchsvollsten Super-G Pisten der Welt in
Beaver Creek bei Vail (Colorado) boten die
„Formel 1-Fahrer der Berge“ bei optimalen äußeren Bedingungen ein Spektakel der Sonderklasse.
Doch nicht der Vortagessieger der Abfahrt, Hermann Maier aus Österreich, reckte unten im Ziel die Skistöcke gen Himmel, sondern die Underdogs stahlen den Arrivierten die Show.
Frederik Nyberg aus Schweden erwies sich als der beste Techniker am Steilhang von Vail und raste in sensationeller Manier mit der Zeit von 1:21:18 Min. als Sieger ins Ziel. Damit gewann der Riesenslalomspezialist erstmals einen Super-G und sicherte sich so den sechsten Weltcup-Erfolg seiner Kariere.
Lange sah es nach einem dreifachen Triumph der Nordmänner aus, da hinter dem Schweden mit Lasse Kjus und Kjetil Andre Aamodt die beiden berühmten Norweger auf die Stockerl-Plätze vorgefahren waren. Bester Österreicher war bis zu diesem Zeitpunkt des Wettkampfes der Herminator auf Rang vier. Am Ende musste er sich jedoch mit dem sechsten Platz zufrieden geben.
Aus den Niederungen der hinteren Startreihen preschten heute gleich zwei Newcomer talwärts ins Rampenlicht.
Der junge Österreicher
Christoph Gruber meisterte die Streif der USA beinahe spielerisch und wäre er nicht am Sprung „Golden Eagle“ von der Ideallinie abgekommen, hätter er sicherlich im Ziel nicht den hochdünnen Rückstand von drei hundertstel Sekunden auf Nyberg gehabt. Dennoch freute sich der Nachwuchsmann unbeschreiblich über den zweiten Platz in der Zeit von 1:21:21 Min..
Prompt folgte auf Gruber mit der Startnummer 32 der nächste Paukenschlag in Gestalt des Norwegers
Kenneth Sivertsen, der sich nicht lumpen ließ und in 1:21:65 Min. als Dritter die Ziellinie überquerte.
Ein Schwede, ein neues österreichisches Gesicht und dann drei Norweger vor Hermann Maier. Wer hätte zuvor dieses Ergebnis erwartet?
Die deutschen Speed-Spezialisten verkauften sich in Beaver-Creek nicht schlecht. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Max Rauffer zeigten Florian Eckert auf Platz 29 und Stefan Stankalla auf Rang 31, dass in Zukunft wieder etwas von den DSV-Herren zu erwarten sein darf.
In der Weltcup-Gesamtwertung zeichnet sich indes ein Zweikampf der beiden Ski-Giganten ab. Es führt Hermann Maier mit 376 Punkten vor Lasse Kjus (326 Punkte) und Stefan Eberharter (300 Punkte).
Auch für die Männer geht es jetzt rasend schnell weiter. In Frankreich soll am kommenden Samstag bereits wieder eine Herrenabfahrt in Val d Isere stattfinden.
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