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Alpine Canada ernennt ehemaligen Abfahrer Ken Read zum Präsidenten

Ski2b Redaktion am 04.06.2002 - 13:20 Uhr
Ken Read wurde zum neuen Präsidenten des kanadischen Ski Verbandes gewählt und mit dem Neuaufbau eines landesweiten Skiprogramms beauftragt um den guten Ruf der Crazy Canuck, zu dem er als aktiver Fahrer selbst beigetragen hatte, nunmehr wieder herzustellen.

Read löst Moynihan ab:
Read, immerhin erster Nordamerikaner, der ein Abfahrtsrennen beim Weltcup gewinnen konnte, übernimmt damit die Aufgabe von Kerry Moynihan, der im März zusammen mit einigen Trainern nach der enttäuschenden Darbietung des Teams bei den Olympischen Spielen entlassen worden war.

Der richtige Mann:
"Ken Read ist ein Siegertyp, ein anerkannter Führer und eine kanadische Skilegende mit einem nachweislich guten Hintergrund als Geschäftsmann", erklärte Renaud Beauchesne von Alpine Canada. "Unsere heutige Aktion demonstriert den festen Willen Weltcups zu gewinnen, Erfolg bei Olympia zu haben und den alten Enthusiasmus zurück ins kanadische Skirennteam zu holen, den wir in der Vergangenheit alle so genossen haben. Wir wollten einen Präsidenten mit einer persönlichen Neigung zum Skirennsport, einer unantastbaren eigenen Sportvita und den haben wir jetzt in Ken Read. Heute hat der kanadische Skisport einen Schritt in die Zukunft getan."

Die Crazy Canuks:
Eine kleine Gruppe um die teufelsgleichen Abfahrer, die unter dem Namen Crazy Canuks bekannt wurden, erwarb sich in den 70er und 80er Jahren den Respekt der Skiwelt. Read und seine Teamkollegen Steve Podborski, Dave Irwin und Dave Murray gewannen mit ihrer Art des beherzten Abfahrens die Herzen der Skifans und sorgten für einen zuvor nie gekannten Aufschwung des Skisports in der kanadischen Sportöffentlichkeit.

Problemfall Herrenteam:
Während bei den Damen mit Melanie Turgeon, Allison Forsyth und Emily Brydon reihenweise gute Resultate zu verzeichnen waren, blicken die Herren in den vergangenen Jahren auf eine bescheidene Bilanz zurück, die, speziell nach Olympia zu harscher Kritik führte.

Rückkehr nach 20 Jahren:
"Es ist gut 20 Jahre her, dass ich vom Skisport zurückgetreten bin. Ich bin gespannt, wie sich die Zusammenarbeit mit einer so jungen und talentierten Gruppe von Rennläufern anlassen wird," sagte Read, der selbst fünf Weltcuprennen, darunter einmal sogar die Streif in Kitzbühel, gewonnen hat.
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