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Adelboden soll Wende bei DSV-Herren bringen - fährt Ertl in Maribor noch aus dem Tief?

Ski2b Redaktion am 04.01.2002 - 18:01 Uhr
Nicht alles lief im zurückliegenden Jahr für die deutschen Athleten in den Reihen des DSV nach Wunsch. Das Pech klebte den Skiassen förmlich an den Skischuhen. Gerade die Herren litten unter den Ausfällen eines Florian Eckert (Bruch der Kniescheibe) und den zeitweiligen Verletzungen von Max Rauffer, Stefan Stankalla und Markus Eberle. Demnach verlief der Auftakt zur olympischen Saison im Herrenbereich durchweg enttäuschend.

Andreas Ertl soll Schwung in den Laden bringen:
Nun soll Andreas Ertl, Bruder der Kombinations-Weltmeisterin Martina Ertl, frischen Wind in die Reihen der DSV-Männer bringen. In Adelboden (Schweiz) steht nach guten Trainingsleistungen sein erster Weltcup-Einsatz in diesem Winter bevor. DSV-Cheftrainer Martin Oßwald nimmt aber gleich den Druck von Ertl: "Man kann von ihm keine Wunderdinge erwarten. Die Situation bleibt schwierig."

Martina Ertl unter Erfolgsdruck:
Immer mehr unter Erfolgsdruck gerät indes auch Martina Ertl, die im slowenischen Maribor beim Riesenslalom erneut enttäuschte (Platz 28) und nun bei den beiden Slalomrennen (Samstag/Sonntag) endlich den Durchbruch zur olympischen Form bewerkstelligen möchte. Medienschutz gewährt ihr dabei der Damen-Cheftrainer Wolfgang Maier: "Ich kann nicht verstehen, warum sich alle auf dieses Thema fokussieren. Wartet ab wie Martina in Maribor fährt".

Maribor als Messlatte:
Doch die zweifache Oympia-Silbermedaillen-Gewinnerin muss sich an den Ergebnissen der drei Weltcuprennen von Maribor messen lassen. In genau diesen Disziplinen will die deutsche Vorzeigefahrerin in fünf Wochen bei den Olympischen Spielen zuschlagen. Bislang lief es bei Ertl aber nicht sonderlich gut, wie auch Platz 16 beim Slalom in Lienz erneut gezeigt hat. Auf die Psyche wird es nun ankommen. Das sieht auch Maier so: "Wenn man zwei Monate hinterherfährt, ist es irgendwann auch mit der Hoffnung vorbei", sagt Maier.

Prinzip Hoffnung bei den Herren:
"Es gibt wenig, was man im Training ändern könnte. Der Schwerpunkt liegt auf intensiven Gesprächen", erläutert Head-Coach Oßwald den akutellen 'Stundenplan' im Herren-Team. Scheinbar hat man im mentalen Bereich die momentane Erfolgssperre ausgemacht. Zusätzlich probiert man es von Trainerseite aus in Adelboden mit einem frischen Rennfahrer. Andreas Ertl soll für einen neuen Schub bei den Deutschen sorgen. Er kann nun die beiden Rennen am Samstag (Riesenslalom) und Sonntag (Slalom) nutzen, um dort eventuell als erster DSV-Fahrer die Norm für Olympia zu schaffen. Doch auch Oßwald traut dies seinem Schützling kaum zu: "Er müsste schon einen perfekten Lauf erwischen."
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