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Tobias Grünenfelder

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Portrait - Tobias Grünenfelder (SUI)

Ski2b Redaktion am 02.10.2006 - 12:00 Uhr

Tobias Grünenfelder feierte im Winter 1996/1997, nachdem er gerade in Zermatt ein FIS-Rennen gewinnen konnte, sein Weltcup-Debüt. Der damals 19-jährige, sehr vielseitige Fahrer war in Kransjka Gora jedoch einer der fünf Läufer, die nicht ins Ziel kamen.

Durch den Europacup in die Weltspitze
Seiner Motivation konnte das Ausscheiden bei seinem ersten Weltcup-Auftritt freilich nichts anhaben. Der kräftige Grünenfelder startete bei vielen Rennen im Europacup, konnte zu Beginn seiner Karriere jedoch mit den zahlreichen Konkurrenten nicht mithalten. Selten fuhr er unter die besten 30, wohlgemerkt im Europacup.
Mehr oder weniger aus dem Nichts kamen dann die ersten Weltcup-Punkte für den Audi-Fahrer. Wiederum in Kranjska Gora fuhr er 1999 den Riesenslalom und belegte den 24. Rang.
Genau in dieser Zeit schien der Knoten bei Grünenfelder zu platzen, denn nur wenige Tage später wurde er 14. in Adelboden, gewann ein FIS-Rennen in Celerina und überzeugte auch bei der WM in Vail mit einem 20. Rang im Riesenslalom.

1999/2000 nicht gerade erfolgreich
Nachdem er doch schon so positiv aufgefallen war und die Schweizer Nationalmannschaft bereichert hatte, musste Grünenfelder sich im Winter 1999/2000 eingestehen, dass er noch kein Siegfahrer war. Im Europacup startete er häufig, fuhr nun oft unter die besten 30, aber der Sprung auf das Treppchen gelang ihm weder dort noch im Weltcup, in dem er sieben Mal startete und kein einziges Mal den zweiten Lauf bestreiten konnte.
Auch in der darauffolgenden Saison verlief der Start in den Weltcup eher schlecht als recht. Zwar gelangen Tobias ein 23. und ein 25. Platz, doch die Ansprüche des Schweizer Verbandes und seine eigenen konnte er nicht genügend erfüllen. Und so fuhr er die zweite Hälfte des Winters nur noch im Europacup, wo er erstaunlicherweise in den Abfahrten in Les Orres mit zwei sechsten Rängen seine besten Ergebnisse einfuhr.

Grünenfelder überzeugt in St. Moritz
Der ledige Apparatebauer Grünenfelder konnte ausgerechnet in seiner Heimat, der Schweiz, wieder einmal überzeugen. In St. Moritz lieferte er nach einer durchwachsenen Saison ein sehr gutes Rennen ab und schaffte einen siebten Platz im Riesenslalom. Auch zwei Wochen später bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City war Grünenfelder in guter Form, wurde Zwölfter im Super-G. Genau in dieser Disziplin gelangen ihm wiederum kurze Zeit später ein achter und neunter Rang in Kvitfjell und Altenmarkt.

Grünenfelder entdeckt den Spaß an der Schnelligkeit
Der Schweizer erreichte von nun an, nachdem er bis zum letzten Jahr die technischen Disziplinen favorisiert hatte, vor allem in den Speed-Disziplinen gute Ergebnisse. Vorläufiger Höhepunkt war ein dritter Rang in Garmisch-Partenkirchen beim Super-G. Nur den Sensations-Sieger Marco Büchel und den 'Dominator' Stephan Eberharter musste Tobias vorbeiziehen lassen, als er das erste Mal auf das Podest steigen durfte.
Und was einmal klappt, klappt auch zweimal. Ein Jahr später am gleichen Ort wurde Grünenfelder wieder Dritter. Diesmal hinter dem 'Herminator' und Pierre-Emmanuel Dalcin. Die Saison verlief ansonsten äußerst konstant, leider jedoch ohne weitere Top-Platzierungen, und so kam am Ende 'nur' ein 14. Platz in der Weltcup-Disziplinen-Wertung des Super-G-heraus.

Kein Podestplatz in WM-Saison
Einmal Vierter, einmal Achter - das war die Bilanz von Grünenfelder in der Saison 2004/2005. Allerdings konnte er in einigen anderen Rennen nicht überzeugen. Vielleicht schafft der Schweizer ja in den nächsten Jahren noch einen Sprung an die Spitze des Fahrerfeldes. Er hat noch einige Jahre im Weltcup vor sich.

Zufriedenstellende Saison und positiver Ausblick
Im Großen und Ganzen lief es für den Schweizer in der Saison 2005/2006 deutlich besser als für seinen Bruder Jürg. In Beaver Creek konnte er Zehnter im Super G werden. Der sensationelle dritte Rang in Bormio kostete ihn allerdings auch einige nachfolgende Rennen, da er sich dort eine Knieverletzung zuzog und anschließend Schwierigkeiten hatte, wieder in seinen Rhythmus zu finden. Dennoch glückte ein 12.Platz in der Olympia-Abfahrt. Versöhnlich klang für Tobias Grünenfelder der Winter mit dem Schweizer Meistertitel im Super G in St. Moritz aus.

Steckbrief:
Geboren: 27.11.1977
Nation: Schweiz
Heimatverein: SC Elm
Größe: 180cm
Gewicht: 90kg
Hobbies: Sport

Erfolge:
Es folgt ein kurzer Blick in den Karriereverlauf des Schweizers. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination.

Olympische Spiele:
2006 in Turin (ITA): DH (12)
2002 in Salt Lake City (USA): SG (12), GS (DNF)

Weltmeisterschaft:
2007 in Are (NOR): SL (4), K (2), DH (12), GS (DNF)
2005 in Bromio (ITA): SG (16)
2003 in St. Moritz (SUI): GS (18)
1999 in Vail (USA): GS (20)

Weltcup:

13. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Super-G 2005
zwei Podestplätze, insgesamt neun Top Ten-Plätze


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