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Renate Götschl

Renate Götschl mit der kleinen Kugel

Renate Götschl

Renate Götschl

Renate Götschl

Abfahrts-Weltcup 2003-2004

Weltcupsieg in Sestriere

Renate Götschl

St. Moritz - Alpine Ski World Championship 2003

Slalom 2003-2004

Renate Götschl

Portrait - Renate Götschl (AUT)

Ski2b Redaktion am 25.03.2008 - 08:50 Uhr

Renate Götschl ist seit einigen Jahren eine der herausragendsten Persönlichkeiten im Damen-Skizirkus. Die 'Speed-Queen aus der Steiermark' wird sie in Anlehnung an ihren Fahrstil und die geballte Power, mit der sie die schwierigsten Pisten überall in der Welt des weißen Sports meistert, gerne genannt. Zahlreiche Weltcupsiege hat sie bereits für sich verbucht, Weltcup-Kristallkugeln gewonnen und Weltmeisterschaftstitel eingefahren. Fast immer stehen ihre vielen Fans kurz vor dem Herzinfarkt, wenn die am 6. August 1975 geborene Götschl dem Ziel entgegenrast.

Erste Erfolge
Während ihrer Volksschulzeit in St. Georgen im Obdachegg und ihrer Hauptschulzeit in Obdach ging Götschl bei diversen Skirennen ebenfalls zumeist als Gewinnerin nach Hause. Renate besuchte in weiterer Folge die Skihandelsschule in Schladming und nahm mit 15 auch erstmals an FIS-Rennen teil. Auch hier überzeugte sie durch ihre Leistungen und wurde schon bald für das Europacuprennen 1992 in Mariazell aufgestellt, das sie ebenfalls gewann. Ein Jahr später konnte die erst 17-jährige Sportlerin ihren ersten Weltcup-Sieg in Lillehammer einfahren. Im selben Jahr siegte sie auch beim Weltcup-Super-G in der Flachau. Danach wurde es erstmal etwas ruhiger um die Steirerin. Zwar war sie unter den Starterinnen für die meisten Rennen, doch waren ihre Erfolge eher mäßig.

Wieder erfolgreich
In der Saison 1996/97 zeigte sie wieder, was sie konnte. Bei der WM in Sestriere (ITA) war sie nicht nur immer unter den Top Ten, sondern auch beste Österreicherin in allen Wertungen. Zudem gewann sie die Kombinationsmedaille in Gold. In der darauffolgenden Saison konnten sich ihre Leistungen ebenfalls sehen lassen, den nächsten Weltmeistertitel errang sie allerdings erst wieder 1999. In Vail (USA) siegte sie im Abfahrtslauf und erreichte in der Kombination und im Super-G Silber.

Weltcup-Gesamtsieg
In der Saison 1999/2000 fuhr die Speed-Queen aus der Steiermark nicht nur in ihren Paradedisziplinen stark, sondern bewies auch in den technischen Rennen ihre Qualitäten. Vordere Platzierungen in Slalom- und Riesenslalomrennen sowie fast schon 'normale' Podestplätze bei den Speed-Disziplinen brachten Götschl viele Punkte ein. Mit insgesamt 1631 gesammelten Zählern über das Jahr reichte es für die ÖSV-Fahrerin zum Gewinn des Gesamt-Weltcups. Zusätzlich konnte sie noch die kleine Kristallkugel im Super-G gewinnen.

Immer wieder aufstehen
Eine wechselvolle Saison 2000/2001 brachte Renate Götschl indes hinter sich. Lange sah sie wie die sichere Siegerin des Gesamt-Weltcups aus, bis beim Saisonfinale in Åre (SWE) der Traum von der großen Kristallkugel zerplatzte. Zuvor gab es bereits bei der WM in St. Anton Enttäuschungen zu verarbeiten. Beim Super-G und im Kombinationsslalom schied sie aus. Dafür durfte sich Renate über die Silbermedaille in der Abfahrt freuen.

Medaillenjägerin bei den Spielen von Salt Lake
Bei den Olympischen Spielen hatte es bislang bei Renate noch nicht so recht geklappt. In Salt Lake City 2002 ging aber dann ihr Olympia-Stern auf. Dort fügte sie ihrer üppigen Medaillen-Sammlung zunächst Abfahrts-Bronze hinzu. Danach folgt die Steigerung auf Silber in der Kombination der Damen.

Zwei weitere Kugeln
Die Saison 2003/2004 war gekennzeichnet vom Zweikampf zwischen Renate Götschl und Anja Pärson um den Sieg im Gesamt-Weltcup. Auch wenn Götschl am Ende nicht die 'große' Kristallkugel gewinnen konnte und den zweiten Platz belegte, so freute sie sich doch über die Kugeln für den Gewinn in der Abfahrts-Wertung und in der Super-G-Wertung.

Drei Siege nacheinander in Cortina
Die nächste Saison war lange durch gute Platzierungen, aber keinen Sieg gekennzeichnet. Der Knoten platzte dann erst im Januar 2005, aber dort so richtig. Auf ihrer Lieblingspiste in Cortina (ITA) raste Götschl zu drei Siegen in Folge und legte so den Grundstein zum Gewinn des Abfahrt-Weltcups, ihrer insgesamt vierten kleinen Kristallkugel in dieser Disziplin. Nach ihrem Sieg beim Weltcupfinale in Lenzerheide (SUI) hat Götschl nun 37 Weltcup-Siege auf ihrem Konto und belegt damit den dritten Rang in der ewigen Bestenliste. Bei der WM in Bormio (ITA) konnte sie durch zwei Medaillen, Bronze in der Abfahrt und Silber im Team-Wettbewerb, auch ihre Edelmetall-Sammlung weiter aufstocken.

Verletzung beendet nach Olympia die Saison
Was so gut begonnen hatte – als Fahnenträgerin fürs österreichische Team zog Renate Götschl ins Turiner Stadion ein – endete mit einer Knieoperation nach dem verpatzten Super-G und der Abfahrt, bei der die Österreicherin nur knapp eine Medaille verpasste. Grund für den Eingriff waren Schäden am Knorpel und ein Innenbandriss, der sich im Nachhinein doch als schlimmer herausstellte als zunächst angenommen. Seit dem Sommer 2006 trainiert Renate Götschl jedoch wieder in einer neuen Trainingsgruppe unter dem ehemaligen Herren-Coach Kurty Mayr.

Kontinuität da aber Siege fehlen
Nach der überragenden Saison 2006/2007 mit acht Weltcupsiegen folgte in der Saison 2007/2008 ein durchwachsenes Jahr. Renate Götschl erreichte zwar vielfach Top Ten Platzierungen aber keinen Weltcupsieg. In der Saison konzentrierte sich Götschl zum ersten Mal nur noch auf die Speed-Disziplinen Super-G und Abfahrt. Sie konnte trotzdem nicht die Weltcupwertungen für sich entscheiden, wie sie es noch in beeindruckender Manier in der Saison 2006/2007 geschafft hatte. Platz Zehn in der Gesamtwertung sprach zwar für ihre gute Form in der Saison aber ist ein Rückschritt zu dem Jahr 2006/2007.

Steckbrief
Geboren: 06.08 1975 in Judenburg
Nationalität: Österreich
Heimatverein: Ski Club Weisskirchen
Größe: 165 cm
Gewicht: 65 kg
Hobbies: Tennis, Volleyball, Musik, Lesen
Web: www.goetschl.at

Erfolge
Renate Götschl gelang gleich bei ihrem ersten Weltcupstart ein phänomenaler Einstieg. In Lillehammer (NOR) konnte sie 1993 den Slalom gewinnen. Damit war sie gleich bei ihrem ersten und einzigen Rennen des Winters 1992/1993 auf dem Podest. Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2006 in Turin (ITA): DH (4), SG (26)
2002 in Salt Lake City (USA): DH (3), SG (8), K (2), SL (ausg.)
1998 in Nagano (JPN): SG (5), DH (ausg.)

Weltmeisterschaft:
2007 in Are (SWE): DH (7), SG (3)
2005 in Bormio (ITA): DH (3), SG (23), K (DNF), Team (2)
2003 in St. Moritz (SUI): SG (8), DH (5)
2001 in St. Anton (AUT): DH (2), SG (ausg.), GS (ausg.)
1999 in Vail (USA): DH (1), SG (2), K (2)
1997 in Sestriere (ITA): DH (8), SG (6), K (1)
1996 in Sierra Nevada (SPA): DH (8), SG (20), K (4)

Weltcup:
Weltcup-Gesamtsiegerin 2000
Weltcup-Disziplinen-Siegerin in der Abfahrt 1997, 1999, 2004, 2005 und 2007
Weltcup-Disziplinen-Siegerin Super-G 2000, 2004 und 2007
insgesamt 46 Weltcupsiege


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