
Rainer Schönfelder

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Kalle Palander und Rainer Schönfelder

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Portrait - Rainer Schönfelder (AUT)
Ski2b Redaktion am 04.04.2008 - 15:56 Uhr
Rainer Schönfelder versucht sich mittlerweile auf zwei unterschiedlichen Feldern der Unterhaltung. Klarer Fall, dass seine Wurzeln im Skisport liegen. Dort gehört er zu den weltbesten Slalomfahrern. Doch auch auf den Brettern der Showwelt fühlt sich der Österreicher wohl. Seine Musik wird in der Heimat angenommen. Vielleicht steht ihm noch eine zweite Karriere als Pop-Star bevor.
Junioren-Weltmeister 1996
Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 1996 trumpfte Schönfelder das erste Mal so richtig auf. Im Riesenslalom gewann er den Titel und im Slalom wurde er Zweiter, nur geschlagen von dem jungen Benjamin Raich, der schon da zeigte, welch unglaubliches Talent er besitzt.
Zunächst kein Erfolg im Weltcup
Der Slalom-Spezialist Schönfelder konnte sich in seiner Karriere zunächst nicht vorne platzieren im Weltcup. Nachdem ihm gleich bei seinem ersten Weltcuprennen 1996 in
Kvitfjell der Sprung in die Punkte gelang, dauerte es dann bis 1999, ehe er wieder Weltcuppunkte einfahren konnte. Das beste Ergebnis in dem Jahr war dann ein vierter Rang beim Slalom in
Kranjska Gora.
Erster Weltcupsieg
Ausgerechnet auf deutschem Boden gelang dem ÖSV-Fahrer der erhoffte erste Weltcupsieg. Am 06. Februar 2000 schlug Schönfelder den Norweger Kjetil Andre Aamodt um lediglich neun Hundertstel Sekunden und siegte im Slalom von Todtnau. In dem Jahr fuhr er auch vermehrt Riesenslalom und konnte einige Weltcuppunkte in dieser Disziplin erringen.
Konstant im Slalom
Schönfelder konnte sich in den Folgejahren als einer der besten Slalomfahrer der Welt etablieren. Im Jahr 2003 gewann er die Slaloms in Park City (USA) und Shiga Kogen (JPN) und erreichte noch weitere zwei Mal einen zweiten Platz. Er fuhr in dem Winter in seiner Lieblingsdisziplin konstant in die Punkte und schaffte so einen guten dritten Rang im Slalom-Weltcup.
Sieg des Slalom-Weltcups 2004
Nach dem dritten Rang im Vorjahr konnte sich Schönfelder dann 2004 seine erste 'kleine' Kristallkugel sichern. Im letzten Rennen reichte ein zweiter Platz zum Sieg im Slalom-Weltcup. Mit 630 Punkten konnte er Kalle Palander (FIN) und Benjamin Raich (AUT) auf die Plätze verweisen.
CD-Veröffentlichungen
Schönfelder ist nicht nur auf den Skipisten erfolgreich. Auch in der Musikbranche konnte der ÖSV-Fahrer schon in die Bestenliste vordringen. Seine ersten beiden Coverversionen 'Skifoarn' (2001) und 'Pop Music' (2002) kamen jeweils in die Charts. Im Mai 2004 veröffentlichte er dann seine dritte Platte, auf der erstmals eigene Songs Schönfelders zu hören sind.
Konstant vorne mit dabei - aber kein Sieg
Auch in der Weltcup-Saison 2004/2005 war Schönfelder wieder im Slalom am stärksten. Doch vielen Top Ten-Platzierungen steht nur ein zweiter Rang von
Flachau als Top-Resultat gegenüber. Dort führte Schönfelder noch nach dem ersten Durchgang, konnte seinen Vorsprung aber nicht halten im Finale. Bei der WM in
Bormio lief es allerdings ungleich besser für ihn, holte er sich doch zwei Silbermedaillen. Im Spezialslalom war nur sein Teamkollege Benjamin Raich besser und beim abschließenden Teamevent trug Schönfelder mit seinem Slalomsieg zum Gewinn des Edelmetalls für den ÖSV bei.
Zweimal Medals Plaza in Turin
Zwei bronzene Medaillen, eine in der Kombination und die andere im Slalom, konnte sich Rainer Schönfelder bei Olympia abholen. Ebenfalls gute Leistungen zeigte er in den Weltcups mit neun Top Ten-Platzierungen, darunter drei Stockerlrängen, sowohl im technischen als auch im Speed-Bereich. Dies führt er auch auf seine Fischer-Ski zurück, mit dessen Hersteller er seinen Vertrag verlängert und erweitert hat.
Überall dabei
Nach einem Seuchenjahr 2006/2007 mit vielen Verletzungen fuhr Schönfelder eine ordentliche Saison 2007/2008. Zum ersten Mal startete Schönfelder in allen Disziplinen und erreichte vor allem im Slalom und in der Kombination einige Top-Ten-Platzierungen. Auch in den für ihn noch ungewohnten Speed-Disziplinen fuhr er von Beginn an um die Punkte mit. In der Endabrechnung belegte das Multitalent Platz Fünf in der Kombinationswertung und Rang 15 im Gesamtklassement.
Steckbrief
Geboren: 13.06.1977
Nation: Österreich
Heimatverein: SC Petzen
Größe: 176cm
Gewicht: 86kg
Hobbies: Fußball, Tennis, Motorradfahren
Web: www.rainer.schoenfelder.at
Erfolge
Sein erstes Weltcuprennen fuhr Schönfelder 1996 beim Slalom in
Kvitfjell (NOR). Dort gelang ihm mit dem 12. Platz auch gleich der Sprung in die Punkte. Aufs Podium fuhr Schönfelder dann allerdings erst im Jahr 2000, als er in Todtnau (AUT) seinen ersten Weltcup-Sieg landen konnte. Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination
Olympische Spiele:
2006 in Turin (ITA): K (3), SL (3)
2002 in Salt Lake City (USA): SL (ausg.), K (4)
Weltmeisterschaft:
2007 in Are (SWE): GS (25), K (16), DH (14)
2005 in
Bormio (ITA): SL (2), GS (8), Team (2)
2003 in
St. Moritz (SUI): SL (ausg.), K (10)
2001 in
St. Anton (AUT): SL (6), K (4)
Weltcup:
Weltcup-Disziplinen-Sieger Slalom 2004
2. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Slalom 2005
3. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Slalom 2003
5. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Kombination 2008
8. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Kombination 2007
insgesamt fünf Weltcupsiege
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