
Gerd Schönfelder

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Gerd Schönfelder
Portrait - Gerd Schönfelder (GER)
Ski2b Redaktion am 08.12.2004 - 11:48 Uhr
Gerd Schönfelder erlernte bereits mit drei Jahren das Skifahren in seiner Heimat im Fichtelgebirge. Im Skigau Oberpfalz sammelte er schon früh viele Erfolge im alpinen Skisport. Allerdings schien ein schwerer Unfall im Jahr 1989 im Alter von 19 Jahren zunächst die Sportlerkarriere jäh zu beenden.
Aufstieg ins A-Team des DBS
Ein erster Test 1990 gab dem Kemnather den nötigen Mut, um auch weiterhin als Leistungssportler aktiv zu bleiben. Seitdem fährt er seine Erfolge für den Deutschen Behindertensportverband DBS ein. Bereits 1991 konnte er auf nationaler Ebene auftrumpfen. Der Aufstieg des Multitalents in den A-Kader des DBS war die logische Folge und ermöglichte ihm die Teilnahme an bislang vier Paralympics und drei Weltmeisterschaften.
Goldene Überraschung in Albertville
Die sportliche Karriere nahm bereits bei den Paralympischen Spielen in Albertville 1992 rasant an Fahrt auf: Der Gewinn dreier Goldmedaillen kam absolut unerwartet. Es sollten aber nicht die letzten Titel bleiben: 1994 folgten in Lillehammer zwei weitere Goldmedaillen sowie zwei zweite Plätze. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte das Behinderten-Sportass alle Disziplinen gewonnen und sich als kompletter Fahrer bewiesen.
Vierfacher Weltmeister in Lech
Weitere Höhepunkte folgten 1996. Bei der Weltmeisterschaft in
Lech am Arlberg holte Gerd Schönfelder alle vier Goldmedaillen. In der Saison 1996/1997 konnte er zudem erstmalig die Weltcup-Gesamtwertung für sich entscheiden. Auch die Paralympics 1998 in Nagano brachten wieder Erfolge: Gold im Slalom und Bronze im Riesenslalom. Und auch die nächste Weltmeisterschaft 2000 in Anzère sah den Kemnather wieder dreimal auf dem Siegerpodest ganz oben.
2002: Weltcup-Gesamtsieg und paralympische Goldflut
Seinen bisher größten Erfolg feierte Gerd Schönfelder im Jahr 2002. Nach dem insgesamt vierten Gewinn des Gesamtweltcups konnte er bei den Paralympics in Salt Lake City alle vier Rennen für sich entscheiden und ist damit mit nunmehr zehn Goldmedaillen der erfolgreichste deutsche alpine Behindertenskisportler. Zur grandiosen Erfolgsbilanz trug auch die Weltmeisterschaft 2004 in der Wildschönau bei: Dort gab es erneut einmal Gold und einmal Silber. Insgesamt konnte Gerd Schönfelder damit acht WM-Titel gewinnen. Zudem beendete er fünfmal die Europacupserie als Gesamtbester.
Dreifacher Träger des Silbernen Lorbeerblattes
Diese besondere sportliche Leistung in Verbindung mit dem Engagement als Aktivenvertreter hat dem Behinderten-Skiass zahlreiche weitere Ehrungen eingebracht. Drei mal wurde Gerd Schönfelder das 'Silbernen Lorbeerblatt' von der deutschen Bundesregierung verliehen. Zuletzt zeichnete man ihn im Juli 2004 mit dem Bayrischen Sportpreis aus.
Steckbrief:
geboren: 02.09.1970 in Kemnath Stadt
Nation: Deutsch
Heimatverein: Sportverein Kulmain 1927 e.V.
Größe: 185 cm
Gewicht: 85 kg
Hobbies: Fußball(Bezirksliga)/Quad fahren/Tauchen/Hobby-DJ
Web: www.gerd-schoenfelder.de
Erfolge:
Paralympische Spiele:
1992 Albertville (FRA):DH (1), SG (1), GS (1)
1994 Lillehammer (NOR): DH (1), SG (2), GS (2), SL (1)
1998 Nagano (JAP): GS (3), SL (1)
2002 Salt Lake City (USA): DH (1), SG (1), GS (1), SL (1)
Weltmeisterschaften:
1996
Lech a.A. (AUT): DH (1), SG (1), GS (1), SL (1)
2000 Anzère (SUI): DH (1), SG (1), SL (1)
2004 Wildschönau (AUT): DH (1), SG (4), GS (2), SL (5)
Weltcup:
Gesamtsieger Herren: 1996/97, 1998/99, 1999/2000, 2001/02
Europacup:
Gesamtsieger Herren: 1995/96, 1996/97, 1997/98, 1999/00, 2002/03
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