Diplomarbeit: Mögliche Einflussfaktoren eines Vibrationstrainings auf die Maximalkraft, Schnellkraft
2b-Sportredaktion am 26.09.2006 - 15:44 Uhr
Titel: Mögliche Einflussfaktoren eines Vibrationstrainings auf die Maximalkraft, Schnellkraft, Reaktivität und Kraftausdauer
Autor:Y. Haleva
Seiten: 148 Seiten
Hochschule: Sporthochschule, DEUTSCHLAND
Art der Arbeit: Dissertation / Doktorarbeit
Abgabe: Juni 2005
Note: 1
Preis: 198,00 EUR (inkl. MwSt.)
Einleitung:
Die Suche nach neuen und effektiveren Krafttrainingsmethoden hat in den letzten Jahren verstärkt zugenommen. Mit ausgelöst wurde dies durch den Trend zu immer kürzeren Trainingszeiten sowie der Forderung nach einem noch effizient Krafttraining. Dies kann durch Vibrationskrafttraining erreicht werden.
In den letzten Jahren wurden mehrere Untersuchungen zur Bestimmung der Belastungsnormative durchgeführt. Mittels der Literatur sollten in der vorliegenden Arbeit die Grenzbereiche der Belastbarkeit für die Höhe der Belastungsnormative Amplitude und Frequenz definiert und Erkenntnisse für das Zusatzgewicht erzielt werden. Sportwissenschaftler haben unterschiedliche Vibrationsgeräte entwickelt und mit diesen Untersuchungen mit Amplituden im Bereich von 0,2 bis 10 mm durchgeführt. In der Sportwissenschaft gibt es immer noch Unklarheit in der Frage nach der angemessenen Amplitude.
In der vorliegenden Arbeit sollte der Versuch unternommen werden, die Einflussfaktoren eines Krafttrainings unter Vibrationsbelastung auf die Kraftkomponenten zu untersuchen.
Zusammenfassung:
Zu diesem Zweck wurde ein klassischer Gruppenvergleich mit Eingangs- und Endtest durchgeführt. Im Gruppenvergleich führten 44 Probanden ein Training (4 Wochen, 12 Trainingseinheiten) der Beinmuskulatur mittels Kniebeugen (30 s, ca. 12-15 Wdhl., 60 s Pa, 6 Se.) mit einer sog. Jochhantel (Gewicht: 40 % des 1 RM) durch. Die Probanden der Vibrationsgruppe (VL: n=12, VH: n=12) wurden während der Ausführung der Kniebeugen zusätzlich einer Vibrationsbelastung von 30 bis 40 Hz und einer 2 oder 4 mm Amplitude ausgesetzt. Vor und nach der Trainingsphase wurde mit allen Probanden Tests zur Bestimmung der Kraftkomponenten bzw. der Maximalkraft, Kraftausdauer, Schnellkraft und Reaktivkraft ausgeführt. Aus der Befindlichkeitsskala geht hervor, dass die Vibrationsmethode ein gemäßigtes Positivgefühl bei den Probanden verursacht hat und in keinen Fall unangenehm war.
Bei allen drei verschiedenen Gruppen konnte eine Verbesserung zwischen Eingangs- und Endtest (Isometrische Maximalkraft und Kraftausdauer, Squat Jump, Counter Movement Jump, Drop Jump) festgestellt werden. Dabei erreicht die Trainingsgruppe, die mit der höchsten Amplitude von 4 mm trainiert hatte, die höchsten prozentualen Verbesserungen.
Beim Drop Jump steigerten sich nur die beiden Vibrationsgruppen, während beim traditionellen Training keine Verbesserung eintrat. Diese Resultate zeigen eine Interaktionssignifikanz zwischen den Methoden. Das bedeutet, dass nur die Vibrationsbelastungen die Reaktivkraft beeinflusst haben. Die positiven Anpassungen ausgewählter Probanden in allen Kraftkomponenten, vor allem im Bereich der Reaktivkraft, unterstützen die Resultate des Gruppenvergleichs.
Die biomechanische Stimulation scheint sich daher besonders positiv auf das Reaktivkraftverhalten auszuwirken, was damit erklärt werden könnte, dass Reaktivkraft als eine relativ selbständige Dimension und somit auch eine eigens zu trainierende motorische Eigenschaft angesehen wird.
Für Sportler sind weitere Möglichkeiten zur Steigerung ihrer Kraftkomponenten besonders wichtig. Im letzten Teil der Arbeit wurde ein Modell zur Verbesserung der Reaktivkraft mit dem Ziel der Verbindung des Vibrationskrafttrainings mit den konventionellen Krafttrainingsmethoden entwickelt.
Eine Anwendung des Vibrationskrafttrainings wurde in der Vorbereitungsphase vorgeschlagen. Auf Grundlage des Modells bedarf es für eine individuelle Trainingssteuerung weiterer Untersuchungen verschiedener Trainingsstufen und Trainingsphasen in Abhängigkeit des Anforderungsprofils der jeweiligen Sportart.
Gliederung:
INHALTSVERZEICHNIS 6
VERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN 9
VERZEICHNIS DER TABELLEN 16
VERZEICHNIS DER ABKÜRZUNGEN 18
1. EINLEITUNG 20
2. LITERATURBESPRECHUNG 22
2.1 STRUKTURIERUNG DES EINFLUSSFAKTOREN AUF DIE SPORTLICHE LEISTUNG 22
2.2 STRUKTUR EINES SARKOMERS 23
2.3 KONTRAKTILE UND SARKOMERE PROTEINE 25
2.3.1 Myosin 27
2.3.2 Aktin 28
2.3.3 Titin 29
2.4 SYSTEMATISIERUNG DES MENSCHLICHEN KRAFTVERHALTENS 31
2.4.1 Spezifische Betrachtung der Kraft 31
2.4.2 Analytisches Modell zum menschlichen Kraftverhalten 31
2.4.2.1 Maximalkraft 32
2.4.2.2 Schnellkraft 34
2.4.2.3 Reaktivkraft 35
2.4.2.4 Kraftausdauer 37
2.5 DIE TRADITIONELLEN KRAFTTRAININGSMETHODEN IM ÜBERBLICK 38
2.5.1 Neuromuskuläre Adaptationen durch Krafttraining 38
2.5.2 Die Klassifizierung der Krafttrainingsmethoden 42
2.5.3 Die Belastungsnormative des Krafttrainings 45
2.6 WIRKUNGSMECHANISMUS VON VIBRATION 46
2.6.1 Elektro-Stimulation 47
2.6.2 Mechanische Vibration 49
2.6.2.1 Neurophysiologische Aspekte 49
2.6.2.1.1 Dehnungs- Verkürzungs- Zyklus (DVZ) 49
2.6.2.1.2 Tonischer Vibrationsreflex (TVR) 54
2.6.2.2 Das Vibrationskrafttraining 56
2.6.2.3 Kategorisierung von Vibrationen 57
2.6.2.4 Die Belastungsnormative des Vibrationskrafttrainings 58
2.6.3 Gesundheitsgefahren 60
2.6.4 Aktueller Forschungsstand zum Vibrationskrafttraining 64
2.6.4.1 Konzeption für die Systematisierung des Forschungsstandes 64
2.6.4.2 Tabellarische Darstellung der Krafttrainingsuntersuchungen 66
2.6.4.3 Kommentierung des Forschungsstandes im Vibrationskrafttraining 73
3. EIGENE UNTERSUCHUNG 75
3.1 DIE HYPOTHESEN DER UNTERSUCHUNG 75
3.2 METHODIK 75
3.2.1 Stichprobe und Trainingsgruppe 76
3.2.2 Parameter der Kraftdiagnostik und der Trainingsbelastung 78
3.2.3 Untersuchungsgang im Gruppenvergleich 79
3.2.3.1 Eingangstest - 1 79
3.2.3.2 Eingangstest - 2 81
3.2.3.3 Endtest -1 81
3.2.3.4 Endtest -2 81
3.2.3.5 Training 81
3.2.4 Trainingsmittel und Messgeräte 85
3.2.5 Datenanalyse 88
3.2.6 Datenverarbeitung und Statistik 89
4. ERGEBNISSE 90
4.1 ERGEBNISSE DER GRUPPENVERGLEICHE 90
4.1.1 Befindlichkeitsskala 90
4.1.2 Krafttests 92
4.2 ERGEBNISSE VON AUSGEWÄHLTEN PROBANDEN 101
4.3 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE 104
4.3.1 Kraftkomponenten 104
4.3.2 Sprünge 105
4.4 ÜBERPRÜFUNG DER HYPOTHESEN 106
5. DISKUSSION 108
5.1 AUSWIRKUNGEN AUF DIE KRAFTKOMPONENTEN 109
5.1.1 Maximalkraft 109
5.1.2 Sprungkraft 110
5.1.2.1 Schnellkraft 110
5.1.2.2 Reaktivkraft 112
5.1.2.2.1 Counter Movement Jump 112
5.1.2.2.2 Drop Jump 113
5.1.3 Kraftausdauer 114
5.2 BEFINDLICHKEITSSKALA 115
5.3 TRAININGSEMPFEHLUNGEN 116
6. ZUSAMMENFASSUNG 123
7. LITERATURVERZEICHNIS 125
8. ANHANG 133
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Autor:Y. Haleva
Seiten: 148 Seiten
Hochschule: Sporthochschule, DEUTSCHLAND
Art der Arbeit: Dissertation / Doktorarbeit
Abgabe: Juni 2005
Note: 1
Preis: 198,00 EUR (inkl. MwSt.)
Einleitung:
Die Suche nach neuen und effektiveren Krafttrainingsmethoden hat in den letzten Jahren verstärkt zugenommen. Mit ausgelöst wurde dies durch den Trend zu immer kürzeren Trainingszeiten sowie der Forderung nach einem noch effizient Krafttraining. Dies kann durch Vibrationskrafttraining erreicht werden.
In den letzten Jahren wurden mehrere Untersuchungen zur Bestimmung der Belastungsnormative durchgeführt. Mittels der Literatur sollten in der vorliegenden Arbeit die Grenzbereiche der Belastbarkeit für die Höhe der Belastungsnormative Amplitude und Frequenz definiert und Erkenntnisse für das Zusatzgewicht erzielt werden. Sportwissenschaftler haben unterschiedliche Vibrationsgeräte entwickelt und mit diesen Untersuchungen mit Amplituden im Bereich von 0,2 bis 10 mm durchgeführt. In der Sportwissenschaft gibt es immer noch Unklarheit in der Frage nach der angemessenen Amplitude.
In der vorliegenden Arbeit sollte der Versuch unternommen werden, die Einflussfaktoren eines Krafttrainings unter Vibrationsbelastung auf die Kraftkomponenten zu untersuchen.
Zusammenfassung:
Zu diesem Zweck wurde ein klassischer Gruppenvergleich mit Eingangs- und Endtest durchgeführt. Im Gruppenvergleich führten 44 Probanden ein Training (4 Wochen, 12 Trainingseinheiten) der Beinmuskulatur mittels Kniebeugen (30 s, ca. 12-15 Wdhl., 60 s Pa, 6 Se.) mit einer sog. Jochhantel (Gewicht: 40 % des 1 RM) durch. Die Probanden der Vibrationsgruppe (VL: n=12, VH: n=12) wurden während der Ausführung der Kniebeugen zusätzlich einer Vibrationsbelastung von 30 bis 40 Hz und einer 2 oder 4 mm Amplitude ausgesetzt. Vor und nach der Trainingsphase wurde mit allen Probanden Tests zur Bestimmung der Kraftkomponenten bzw. der Maximalkraft, Kraftausdauer, Schnellkraft und Reaktivkraft ausgeführt. Aus der Befindlichkeitsskala geht hervor, dass die Vibrationsmethode ein gemäßigtes Positivgefühl bei den Probanden verursacht hat und in keinen Fall unangenehm war.
Bei allen drei verschiedenen Gruppen konnte eine Verbesserung zwischen Eingangs- und Endtest (Isometrische Maximalkraft und Kraftausdauer, Squat Jump, Counter Movement Jump, Drop Jump) festgestellt werden. Dabei erreicht die Trainingsgruppe, die mit der höchsten Amplitude von 4 mm trainiert hatte, die höchsten prozentualen Verbesserungen.
Beim Drop Jump steigerten sich nur die beiden Vibrationsgruppen, während beim traditionellen Training keine Verbesserung eintrat. Diese Resultate zeigen eine Interaktionssignifikanz zwischen den Methoden. Das bedeutet, dass nur die Vibrationsbelastungen die Reaktivkraft beeinflusst haben. Die positiven Anpassungen ausgewählter Probanden in allen Kraftkomponenten, vor allem im Bereich der Reaktivkraft, unterstützen die Resultate des Gruppenvergleichs.
Die biomechanische Stimulation scheint sich daher besonders positiv auf das Reaktivkraftverhalten auszuwirken, was damit erklärt werden könnte, dass Reaktivkraft als eine relativ selbständige Dimension und somit auch eine eigens zu trainierende motorische Eigenschaft angesehen wird.
Für Sportler sind weitere Möglichkeiten zur Steigerung ihrer Kraftkomponenten besonders wichtig. Im letzten Teil der Arbeit wurde ein Modell zur Verbesserung der Reaktivkraft mit dem Ziel der Verbindung des Vibrationskrafttrainings mit den konventionellen Krafttrainingsmethoden entwickelt.
Eine Anwendung des Vibrationskrafttrainings wurde in der Vorbereitungsphase vorgeschlagen. Auf Grundlage des Modells bedarf es für eine individuelle Trainingssteuerung weiterer Untersuchungen verschiedener Trainingsstufen und Trainingsphasen in Abhängigkeit des Anforderungsprofils der jeweiligen Sportart.
Gliederung:
INHALTSVERZEICHNIS 6
VERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN 9
VERZEICHNIS DER TABELLEN 16
VERZEICHNIS DER ABKÜRZUNGEN 18
1. EINLEITUNG 20
2. LITERATURBESPRECHUNG 22
2.1 STRUKTURIERUNG DES EINFLUSSFAKTOREN AUF DIE SPORTLICHE LEISTUNG 22
2.2 STRUKTUR EINES SARKOMERS 23
2.3 KONTRAKTILE UND SARKOMERE PROTEINE 25
2.3.1 Myosin 27
2.3.2 Aktin 28
2.3.3 Titin 29
2.4 SYSTEMATISIERUNG DES MENSCHLICHEN KRAFTVERHALTENS 31
2.4.1 Spezifische Betrachtung der Kraft 31
2.4.2 Analytisches Modell zum menschlichen Kraftverhalten 31
2.4.2.1 Maximalkraft 32
2.4.2.2 Schnellkraft 34
2.4.2.3 Reaktivkraft 35
2.4.2.4 Kraftausdauer 37
2.5 DIE TRADITIONELLEN KRAFTTRAININGSMETHODEN IM ÜBERBLICK 38
2.5.1 Neuromuskuläre Adaptationen durch Krafttraining 38
2.5.2 Die Klassifizierung der Krafttrainingsmethoden 42
2.5.3 Die Belastungsnormative des Krafttrainings 45
2.6 WIRKUNGSMECHANISMUS VON VIBRATION 46
2.6.1 Elektro-Stimulation 47
2.6.2 Mechanische Vibration 49
2.6.2.1 Neurophysiologische Aspekte 49
2.6.2.1.1 Dehnungs- Verkürzungs- Zyklus (DVZ) 49
2.6.2.1.2 Tonischer Vibrationsreflex (TVR) 54
2.6.2.2 Das Vibrationskrafttraining 56
2.6.2.3 Kategorisierung von Vibrationen 57
2.6.2.4 Die Belastungsnormative des Vibrationskrafttrainings 58
2.6.3 Gesundheitsgefahren 60
2.6.4 Aktueller Forschungsstand zum Vibrationskrafttraining 64
2.6.4.1 Konzeption für die Systematisierung des Forschungsstandes 64
2.6.4.2 Tabellarische Darstellung der Krafttrainingsuntersuchungen 66
2.6.4.3 Kommentierung des Forschungsstandes im Vibrationskrafttraining 73
3. EIGENE UNTERSUCHUNG 75
3.1 DIE HYPOTHESEN DER UNTERSUCHUNG 75
3.2 METHODIK 75
3.2.1 Stichprobe und Trainingsgruppe 76
3.2.2 Parameter der Kraftdiagnostik und der Trainingsbelastung 78
3.2.3 Untersuchungsgang im Gruppenvergleich 79
3.2.3.1 Eingangstest - 1 79
3.2.3.2 Eingangstest - 2 81
3.2.3.3 Endtest -1 81
3.2.3.4 Endtest -2 81
3.2.3.5 Training 81
3.2.4 Trainingsmittel und Messgeräte 85
3.2.5 Datenanalyse 88
3.2.6 Datenverarbeitung und Statistik 89
4. ERGEBNISSE 90
4.1 ERGEBNISSE DER GRUPPENVERGLEICHE 90
4.1.1 Befindlichkeitsskala 90
4.1.2 Krafttests 92
4.2 ERGEBNISSE VON AUSGEWÄHLTEN PROBANDEN 101
4.3 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE 104
4.3.1 Kraftkomponenten 104
4.3.2 Sprünge 105
4.4 ÜBERPRÜFUNG DER HYPOTHESEN 106
5. DISKUSSION 108
5.1 AUSWIRKUNGEN AUF DIE KRAFTKOMPONENTEN 109
5.1.1 Maximalkraft 109
5.1.2 Sprungkraft 110
5.1.2.1 Schnellkraft 110
5.1.2.2 Reaktivkraft 112
5.1.2.2.1 Counter Movement Jump 112
5.1.2.2.2 Drop Jump 113
5.1.3 Kraftausdauer 114
5.2 BEFINDLICHKEITSSKALA 115
5.3 TRAININGSEMPFEHLUNGEN 116
6. ZUSAMMENFASSUNG 123
7. LITERATURVERZEICHNIS 125
8. ANHANG 133
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