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Janica Kostelic

Janica Kostelic

Renate Götschl

Renate Götschl

Martina Ertl

Martina Ertl

Martina Ertl

Marlies Oester

Michaela Dorfmeister

Genevieve Simard

Petra Haltmayr

Hilde Gerg

Salt Lake City 2002

Salt Lake City 2002

Salt Lake City 2002

Salt Lake City 2002

Salt Lake City 2002

Salt Lake City 2002

Kostelic holt Kombi-Gold, Bronze für Martina Ertl

Ski2b Redaktion am 14.02.2002 - 23:45 Uhr

Janica Kostelic hat sich selbst einen großen Traum erfüllt. Die Gesamt-Weltcupsiegerin der letzten Saison und herausragende Slalomläuferin holte sich in Snowbasin die Goldmedaille der Allrounderinnen. Sie gewann nach Slalom und Abfahrt in der Gesamtzeit von 2:43,28 Min. vor der Österreicherin Renate Götschl (2:44,77 Min.) und Martina Ertl aus Lenggries, die sich in der Zeit von 2:45,16 Min. die Bronzemedaille sicherte. Platz vier belegte Marlies Oester aus der Schweiz, die vor der abschließenden Abfahrt noch auf dem Bronze-Rang lag.

Ertl mit Wut zu Bronze:
Eine verkorkste Saison lag bis dato hinter der 28-jährigen Kombinations-Weltmeisterin von St. Anton 2001. Zum Formtief gesellte sich in Salt Lake noch ein Streit um den Startplatz in der Spezialabfahrt, den Ertl gerne nach guten Trainingsleistungen auf der 'Wild-Flower-Piste' eingefordert hätte. Der Start blieb ihr verwehrt, doch nun holte sie sich ihre Medaille ab. Noch in Nagano 1998 hatten das DSV-Trio Seizinger, Ertl, Gerg alle drei Kombi-Medaillen nach Deutschland geholt. Jetzt blieb nur die 'Beißerin' Ertl standhaft. Schon im Slalom zeigte sie alte Stärke, ging kampfeslustig zu Werke. Platz zwei hatte sie vor der Abfahrt inne. Doch Kostelic war zu weit entflohen und Götschl legte eine Traumabfahrt hin.

Erstes Gold für Kroatien bei Olympia überhaupt:
Janica Kostelic hat kroatische Geschichte geschrieben. Die 20-Jährige aus Zagreb gewann die erste kroatische Goldmedaille bei Olmpischen Spielen überhaupt. Weder bei Sommer- noch bei Winterspielen hat jemals ein kroatischer Sportler ganz oben auf dem Treppchen gestanden.

Haltmayr und Gerg ausgeschieden:
Bereits im Slalom handelten sich Petra Haltmayr (Rettenberg) und Hilde Gerg (Lenggries) den Rückstand ein, der ihnen keinerlei Chancen mehr auf Edelmetall einräumte. Auch gute Abfahrtsleistungen hätten da nicht mehr ausgereicht. Bei Haltmayr und der 'Wilden Hilde' lief dann auch im Abschluss-Wettbewerb nichts mehr. Beide verpassten jeweils ein Tor und schieden in der Abfahrt aus. Doch die viertplazierte Fahrerin der Olympia-Abfahrt sah die Kombination eh nur als weitere Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen an. Gerg's Augenmerk liegt auf dem Super-G-Rennen am kommenden Sonntag (18.00 Uhr MEZ).

Die 'Wild-Flower' und der Wind:
Erstmals in der Geschichte der olympischen Damen-Kombination musste die Reihenfolge der Wettbewerbs-teildisziplinen vertauscht werden. Starker Wind auf der Abfahrtsstrecke der 'Wild-Flower-Piste' in Snowbasin, von den Journalisten in 'Blowbasin' umgetauft, verhinderte den turnusgemäßen Ablauf. So wurde das Programm umgedreht. Zunächst absolvierten die Damen die beiden Slalom-Durchgänge. Erst am Donnerstag-Mittag (Ortszeit Salt Lake City) ging es dann auf die Abfahrtsstrecke.

Stimmen:
Nach dem Slalom:
Martina Ertl: "Die Abfahrt mag ich total gerne. Ich denke, dass ich die Umstellung auf die langen Skier gut bewältigen kann. Jetzt will ich beim Rennen meinen Spaß haben."

Janica Kostelic: "Ja, jetzt geht es um Gold. In der Abfahrt bin nicht gerade super im Moment, aber Martina Ertl scheint gut in Form zu sein."

Nach dem Wettkampf:
Janica Kostelic: "Das ist ein Traum. Heute ist der Valentinstag. Das ist vielleicht ein Geschenk für mich. Darüber muss ich erst einmal eine Nacht schlafen. Ich wollte hier so gerne gewinnen. Das ist einfach ein einziger Traum."

Renate Götschl: "Ich freue mich sehr über die Medaille. Ich bin in der Abfahrt wirklich an mein Limit gegangen. Mehr hat die Abfahrt nicht mehr hergegeben. Ich habe heute die Silbermedaille gewonnen, denn Janica hat einen Super-Wettbewerb gemacht und verdient gewonnen."

Ertl: "In dieser Saison habe ich viel mitgemacht. Eine Medaille hätte ich mir nicht erträumt. Da kann die Saison noch so schlecht gelaufen sein, mit einer Medaille bei Olympia ist die Saison dann doch noch erfolgreich. Ich kann es noch gar nicht richtig fassen, dass ich auf dem Stockerl stehen werde. Ich freue mich total."


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