
Renate Götschl

Eröffnungsfeier

Renate Götschl
Die Enttäuschung ist groß
Renate Götschl am 28.02.2006 - 09:49 Uhr
Also so habe ich mir meine letzten Olympischen Spiele sicher nicht vorgestellt. Obwohl ich durch meinen Bänderriss im rechten Knie doch etwas gehandicapt gewesen bin, bin ich wirklich mit großen Hoffnungen nach Turin gereist. Das einzig Positive was mir nach diesen Spielen geblieben ist, war die Eröffnungsfeier. Unsere große Delegation von Sportlern und Funktionären als Fahnenträgerin in das Stadion zu führen, war nicht nur eine große Ehre für mich, sondern auch ein wirklich einmaliges Erlebnis.
Blech in der Abfahrt
Die Trainingszeiten haben mich dann auch wirklich positiv gestimmt für die Abfahrt in
San Sicario. Nur leider ist mein Traum einer Medaille zerplatzt wie eine Seifenblase. Dass ich die Bronzemedaille nur um sieben Hundertstelsekunden verpasst habe, schmerzt natürlich doppelt. Aber was hilft es, das Leben ist eben kein Wunschkonzert.
Super-G schnell vergessen
Nach dem knappen Scheitern in der Abfahrt setzte ich all meine Hoffnungen in den Super-G. Und ich muss sagen, als ich im Ziel abgeschwungen habe, dachte ich mir noch, na ja das war nicht schlecht. Nur als ich dann meine Zeit bzw. meinen Rückstand gesehen habe, ist mir nichts mehr eingefallen.
Von meiner Seite möchte ich wirklich all meinen Kolleginnen und Kollegen gratulieren, die bei diesen Olympischen Spielen für einen neuen österreichischen Medaillenrekord gesorgt haben.
Goldmedaille für Euch alle
Und Euch allen überreiche ich eine Goldmedaille, die wirklich von Herzen kommt. Eure vielen, aufmunternden und tollen Eintragungen in mein Gästebuch haben mir in den letzten Tagen sehr geholfen. Wenn ich sehe und spüre, dass Ihr trotzdem noch so zu mir steht, kann ich nur danke sagen.
Von Turin ins Spital zur Arthroskopie
Am vergangenen Samstag fuhr ich in die Klinik von Dr. Schenk, der mein lädiertes rechtes Knie noch einmal genau untersuchte. Dabei hat er neben dem Innenbandriss auch Schäden am Knorpel und weitere 'Kleinigkeiten' im Knie festgestellt, die korrigiert werden mussten. So blieb mir eine Arthroskopie leider nicht erspart und da ich keine Zeit verlieren wollte, hat Dr. Schenk diese noch am Samstag Abend durchgeführt.
Die Saison ist damit für mich beendet und in den nächsten sechs Wochen werde ich fleißig Therapie machen, damit ich in der kommenden Saison wieder fit und voller
Elan in den Weltcup einsteigen kann.
LG
Eure Renate
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