Privat gilt seine Liebe seit seiner Jugend ein und derselben Frau. Seine große Liebe sportlich war immer: der Slalom. Im vergangenen Winter kriselte es gewaltig. „Und jetzt“, sagt Rainer Schönfelder, „bin ich wieder zu meiner alten Liebe zurückgekehrt, fühle mich auf Slalomskiern wie frisch verliebt und freue mich wie ein Schneekönig auf das Rennen am Sonntag. Meine Trainingsleistungen jedenfalls waren zuletzt eine gute Einstimmung auf das erste Saisonrennen.“
Verzweifelung im letzten Winter
Es gab Zeiten in Rainer Schönfelders Karriere, da ging ihm der Slalom über alles und der Rest an möglichen Konfigurationen von Torabständen, Kurvenradien und Streckenlängen war ihm – unwichtig. Hat sich geändert, weiß man. Es gab eine schwierige Phase in Rainer Schönfelders Karriere – den gesamten vergangenen Winter – und da gab es Momente, wo Rainer Schönfelder mit seiner großen Liebe Slalom so verzweifelt war, dass er von ihr am liebsten nie mehr etwas wissen wollte (Slalomweltcupsieger hin, zweifacher Medaillengewinner her). Hat sich auch wieder geändert, Gott sei Dank.
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„Slalom ist eine reine Feelingsache: Geht´s leicht, geht´s schnell!“
Der Slalom macht Rainer Schönfelder wieder Riesenspaß. „Slalom ist eine reine Feelingsache: Geht´s leicht, geht´s schnell“, sagt Rainer Schönfelder, der, wie auch im Riesentorlauf, im Slalom eine ziemlich rigorose Technikumstellung vollzogen hat. „Dass es da was anderes braucht in punkto Fahrstil, war mir schon vergangenen Winter klar – nur da hatte ich andere Probleme…“ Jetzt, wieder regeneriert, ist Rainer Schönfelder auch im Slalom technisch ein Neuer geworden: „Das ganze ist ein Bisschen spielerischer, tänzerischer geworden – aber um nichts weniger am Limit“, fasst er zusammen, freilich ohne vor dem ersten Rennen all zu sehr ins Detail gehen zu wollen. Ziel für Sonntag: „Freude am Fahren. Der Rest kommt von selbst. Ich bin zu meiner alten Liebe zurück gekehrt und das zählt.“
„Schönfelder: Fotoshooting im Windkanal und Christbaumschmuck lebensgroß“
Wenige im Skizirkus haben abseits der Skipiste schon so viel Action erlebt wie Rainer Schönfelder. Montag kommen zwei Erfahrungen hinzu, die selbst für ihn neu sind. Für eine Charity-Kooperation der CliniClowns (für deren Arbeit Rainer Schönfelder viel Bewunderung hat, seit einmal einen Tag mit ihnen im Preyer´schen Kinderspital verbracht hat) und der Shopping City Süd wird Rainer Schönfelder als „Christbaumschmuck“ lebensgroß nachmodelliert. Und Montagabend fliegt er nach Italien zu einem Style-Fotoshooting des Konzerns, zu dem auch sein Sponsor Carrera gehört. Schönfelder: „Fotoshooting im Windkanal, Details weiß ich selber noch keine, irgendwas Schräges, nehme ich an.“