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Bronze für Hilde Gerg

Ski2b Redaktion am 29.01.2001 - 16:22 Uhr
Jubel beim DSV und Freudentränen bei der Überraschungs-Dritten des WM Super-G`s. Unglaubliches ist geschehen. Niemand hätte der 25-jährigen DSV-Läuferin Hilde Gerg ein derartiges Ergebnis zugetraut. Das Damen-Trio aus Germany konnte völlig ohne Erfolgsdruck an das Starthäuschen der WM-Strecke Gertrud Gabl gehen. Selbst Christian Neureuther, seines Zeichens Kopf der Taskforce im Deutschen Skiverband, hatte dem Team im Vorfeld keinerlei Medaillen-Ambitionen eingeräumt, die Mannschaft aber gleichzeitig arg in die Pflicht genommen als Einheit aufzutreten. Diesem Anspruch wurden die DSV-Mädels am Hang von St. Anton mehr als gerecht. Deren Anführerin auf dem rasend schnellen Weg aus der alpinen Krise war eindeutig die Wilde Hilde, die allerdings mit einer eher besonnenen Fahrt und einer linientechnischen Meisterleistung den Sprung auf das Treppchen schaffte.

Gefühle übermannten die Lengrieserin:
Ich kann das kaum einordnen“, suchte die 25-jährige aus Lenggries im Zielraum fassungslos nach Worten. „Schon beim Einfahren habe ich mich gut gefühlt. Dann konnte ich mich auch im Rennen überwinden. Ich habe viel und hart trainiert. Es war verdammt schwer nach dem Beinbruch vor einem Jahr wieder den Anschluss an die Weltspitze zu finden.“ Ich grüße meinen Freund, eh meinen Mann“, vergaß die DSV-Fahrerin glatt, dass sie erst kürzlich geheiratet hat.

Auftakt nach Maß:
Nachdem dem DSV im Vorfeld schon jegliche Chance auf eine Medaille abgesprochen worden war, sorgte Hilde heute in St. Anton für Jubel unter den deutschen Fans. Damit ist ein Ruck durch die gesamte Mannschaft gegangen, die nach den Erfolgen der Herren in Garmisch-Partenkirchen und dem tollen Abschneiden der Damen beim WM Super-G reichlich Selbstvertrauen getankt haben dürfte.

Gratulation Hilde!
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