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Interview mit Karin Huttary

Ski2b Redaktion am 19.02.2008 - 10:23 Uhr
Karin Huttary aus Österreich ist eine der erfolgreichsten Ski Crosserinnen. Sie hat in ihrer Karriere unter anderem die X-Games gewonnen und war Weltmeisterin. Nach einer schweren Verletzung kam Huttary in dieser Saison erfolgreich zurück, um sich bei den X-Games erneut zu verletzen. Im Interview mit Ski2b.com spricht die Österreicherin über ihre Reha und macht sich Gedanken über die Zukunft im Ski Cross.

Ski2b.com: Karin, du bist nach deiner schweren Verletzung in dieser Saison wieder zurückgekehrt, bevor du dich bei den X-Games wieder verletzt hast? Wie kam es zum Sturz dort?
Karin Huttary: Der Sturz bei den X-Games war maximales Pech. Ich habe im Halbfinale mit mehreren Skilängen Führung im vorletzten Sprung Seitenwind bekommen und landete seitlich d.h. der Ski war nicht in Fahrtrichtung. Ich hatte keine Chance! Das war sehr ärgerlich!


Ski2b: Wie sieht der Fahrplan für dich derzeit aus? Wann kannst du wieder Skifahren?
Karin: Mir geht es mittlerweile schon wieder ziemlich gut und ich verbringe sehr viel Zeit mit Physiotherapie und Training. Ich glaube, dass es realistisch ist, in zwei Wochen wieder Ski zu fahren.

Ski2b: Vor deinem Sturz warst du wieder auf dem Weg zu alter Stärke und bist in Kreischberg Ende Januar wieder im Weltcup auf das Podium gefahren. Wie hast du die Rennen da erlebt?
Karin: Nach so einer schweren Verletzung das Comeback in dieser Art zu schaffen, ist ein unglaubliches Gefühl, das nur schwer zu beschreiben ist. Es ist die große Bestätigung, dass sich die vielen Stunden Reha und Training bezahlt machen.

Ski2b: Deine langjährige Rivalin, Ophelie David, fährt in dieser Saison wieder von Sieg zu Sieg. Was macht sie so stark und wie kann man sie schlagen?
Karin: Nächste Saison hat sie wieder mehr Konkurrenz ;) Ophelie macht eigentlich nichts Außergewöhnliches. Was sie stark macht, ist ein konstant guter Start und dass sie dann im Lauf nur wenige bis gar keine Fehler macht.

Ski2b: Was sind deine langfristigen Ziele? Hast du schon Olympia 2010 im Kopf?
Karin: Ein langfristiges Ziel für mich wie für viele andere Ski CrossfahrerInnen ist natürlich Vancouver 2010. Aber man kann als Athlet nicht ausschließlich jetzt schon an Olympia denken, denn da gibt es noch viele Weltcuprennen und Großveranstaltungen dazwischen. Nächstes Jahr steht z.B. schon wieder eine WM in Japan vor der Tür und die X-Games sind auch jedes Jahr ein Highlight.

Ski2b: Wie siehst du die Entwicklung allgemein im Ski Cross? Geht es in die richtige Richtung und was müsste deiner Meinung nach noch verbessert werden?
Karin: Die Weiterentwicklung der Fahrer und des Trainings geht jetzt rasant. Es bilden sich in den meisten Ländern jetzt Nationalteams und es besteht die Möglichkeit, professioneller zu arbeiten. Ich persönlich fand die Firmenteams auch ziemlich cool, aber dadurch dass Ski Cross jetzt olympisch ist, geht kein Weg an den Nationalteams vorbei.
Was die Entwicklung der FIS und der Weltcuprennen anbelangt, hoffe ich, dass sich in den nächsten Jahren noch einiges weiterentwickelt und das die Verantwortlichen lernen besser zuzuhören. Die guten Ideen und Verbesserungsvorschläge kommen meistens von den Läufern und da könnte schon einiges verbessert werden. Weltcuprennen wie in diesem Jahr in Flaine dürfen in dieser Liga nicht mehr vorkommen. Für die FIS ist Thema Nummer eins immer Sicherheit, was auch verständlich ist, aber wir Fahrer wollen im Weltcup anspruchsvolle Strecken, die dann auch in der TV-Übertragung gut aussehen und mehr Zuschauer anziehen. Es ist ein Spagat, der aber sicher zu schaffen ist.

Ski2b: Karin, vielen Dank für das Interview und alles Gute für die nächsten Wochen auf deinem Weg zurück.
Fotoserie:
Weiterführende Informationen:
Homepage von Karin Huttary
FIS Homepage
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