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Julia Manhard

Julia Manhard und Andi Schauer

Siegerehrung Juniorinnen Skicross

Interview mit Julia Manhard

Ski2b Redaktion am 09.03.2006 - 09:23 Uhr

Die deutsche Skicrosserin Julia Manhard konnte bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Russland ihren bislang größten Erfolg der Karriere feiern. Sie gewann das Finale hauchdünn und darf sich nun Junioren-Weltmeisterin nennen. Ski2b.com sprach mit ihr nach dem Triumph.

Ski2b.com: Julia, herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg. Wie sind die Rennen in Russland für Dich gelaufen? Gab es bis zum Finale ein Heat, bei dem Du sehr um das Weiterkommen kämpfen musstest?
Julia Manhard: Vielen Dank. Ich habe in Russland zuerst die Qualifikation mit einer Sekunde Vorsprung gewonnen. Ich wusste, dass ich gut dabei bin, doch dieser große Abstand zur Zweiten hat mich jedoch schon überrascht, da ich Meryll Boulangeat aus Frankreich, die auch insgesamt Zweite wurde, als sehr stark einschätze. Auf sie traf ich dann erst im Finale, bis dahin habe ich jeden Heat vom Start weg gewonnen. Der Sieg war dann natürlich der Hammer! Andy Schauers Titel bei den Junioren war dann noch die Krönung...

Ski2b: Im Finale hast Du die Französin kurz vor dem Ziel noch abgefangen. Kann man so ein Überholmanöver planen und wie hast Du es geschafft, an ihr vorbeizuziehen?
Julia: Es war klar, dass es vor dem Ziel knapp werden würde. Schon im Training gab es dort viele Überholmanöver aus dem Windschatten heraus. Vom Weltcup her weiß ich, dass Meryll eine schnelle Starterin ist. Das heißt, ich habe irgendwo schon damit spekuliert nach dem Start vielleicht nur Zweite zu sein und dann im unteren Teil der Strecke zu überholen. Im Allgemeinen gilt aber, dass Skicross nicht planbar ist. Und es ging auch wirklich sehr knapp aus, ich war mir eine kurze Zeit gar nicht sicher, ob ich nun wirklich vorne war, bzw. konnte es gar nicht glauben. Ziel war, es eine möglichst perfekte Fahrt zu haben, den richtigen Moment abzuwarten und schelle Ski zu haben.

Ski2b: Hast Du vor den Rennen einen gewissen Druck als eine der Favoritinnen gespürt?
Julia: Klar kennt man schnelle Fahrerinnen vom Weltcup und weiß wo man steht. Trotzdem habe ich versucht mir selbst keinen Druck zu machen. Wahrscheinlich war es genau die richtige Mischung.

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Ski2b: Wie fandest Du die Strecke in Russland? Was waren die Schlüsselstellen?
Julia: Der Kurs war ca. 40 Sekunden lang und relativ flach. Es war möglich, so gut wie alle Passagen in der Hocke zu fahren, Schlüsselstelle war wohl die letzte Kurve und die lange Zielgerade. Wer genügend Geschwindigkeit mitnehmen und den Windschatten ausnutzen konnte, lag am Ende eben vorn. Ehrlich gesagt hatte ich aber selbst große Angst davor überholt zu werden. Niemand durfte unterschätzt werden. Insgesamt gibt es anspruchsvollere Kurse, die vielen Überholmanöver machten den Wettkampf aber interessant.

Ski2b: Was hast Du Dir für die letzten beiden Weltcups in Sierra Nevada vorgenommen?
Julia: Für Sierra Nevada hab ich mir ganz klar die Teilnahme am Halbfinale vorgenommen. Mal sehen, der Kurs sieht sehr vielverspechend aus und in einem kleinen Finale ist dann eigentlich auch immer alles drin, eine kleine Verbesserung im Gesamtklassement vielleicht auch.

Ski2b: Danke für das Interview und viel Erfolg in Sierra Nevada.
Julia: Danke.


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